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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Ein theoriegeleitetes Modell zur Entwicklung von Expertise beim klinischen Unterrichten

Poster

  • corresponding author presenting/speaker Jan Breckwoldt - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Klinik für Anästhesiologie, Berlin, Deutschland
  • Christian Lingemann - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Klinik für Anästhesiologie, Berlin, Detuschland
  • Kerstin Lingemann - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Klinik für Anästhesiologie, Berlin, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma162

DOI: 10.3205/10gma162, URN: urn:nbn:de:0183-10gma1624

Published: August 5, 2010

© 2010 Breckwoldt et al.
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Outline

Text

Hintergrund: Für die Beschreibung von Instruktionsqualität im klinischen Unterricht (Expertise) existieren nur wenige empirisch belegte Kriterien. Darüber hinaus fehlt ein theoriegeleitetes Modell, in das entsprechende Kriterien eingeordnet werden könnten. Ein solches Modell könnte aber hilfreich sein für die Konzeption und Durchführung von didaktischem Training für den klinischen Unterricht.

Methoden: Empirisch basierte Kriterien für Unterrichtsqualität wurden im Bereich der schulischen Pädagogik ausführlich belegt (http://www.ibe.unesco.org). Sie wurden von den Autoren in den Kontext des klinischen Unterrichts übertragen und um Kriterien erweitert, die im Bereich der Patienten-Arzt-Beziehung bedeutsam sind [1]. Darüber hinaus wurden Hypothesen über die Kategorisierung von Teilnehmer-Evaluationen nach klinischem Unterricht berücksichtigt [2]. Daraus wurde ein Modell für klinische Unterrichtsqualität konstruiert.

Ergebnisse: Auf einer zugrundeliegenden Kompetenzebene können zwei Felder von Qualitätskriterien unterscheiden werden:

1.
Unterrichtsstruktur und
2.
Interaktionskompetenz des Unterrichtenden.

Unter 1) fallen die empirisch basierten Kriterien: Anteil echter Lernzeit, inhaltliche Klarheit, klare Strukturierung, Methodenvielfalt, vorbereitete Umgebung, unter 2) förderliches Lernklima, sinnstiftende Kommunikation, individuelle Förderung, intelligentes üben, transparente Erwartungen und Identifikation (role modelling). Auf einer übergeordneten Ebene von Expertise liegen die Kompetenzen: Feedback, Metakognition und Moderation. Diese können sich erst fruchtbar entwickeln, wenn die beiden zugrundeliegenden Kompetenzbereiche miteinander integriert werden.

Diskussion: Das gefundene Modell erscheint den Autoren aus theoretischer Sicht schlüssig und muss anhand empirischer Daten überprüft werden.


Literatur

1.
Cruess SR, Cruess RL, Steinert Y. Role modelling - making the most of a powerful teaching strategy. BMJ. 2008;336(7646):718-721. DOI: 10.1136/bmj.39503.757847.BE External link
2.
Beckman TJ, Ghosh AK, Cook DA, Erwin PJ, Mandrekar JN. How reliable are assessments of clinical teaching? A review of the published instruments. J Gen Intern Med. 2004;19(9):971-977. DOI: 10.1111/j.1525-1497.2004.40066.x External link