gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

08.10. - 10.10.2009, Freiburg

Beeinflusst die neue Ärztliche Approbationsordnung die Notengebung beim Zweiten Staatsexamen? Eine Untersuchung an zwei bayerischen Hochschulen

Poster

  • author Julia Seyfarth - TU München, München, Deutschland
  • author Daniel Bauer - Private Universität Witten/Herdecke, Institut für Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen (IDBG), Witten, Deutschland
  • author Martin Reincke - LMU München, München, Deutschland
  • author Johannes Ring - TU München, München, Deutschland
  • author Martin R. Fischer - Private Universität Witten/Herdecke, Institut für Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen (IDBG), Witten, Deutschland
  • corresponding author Melchior Seyfarth - TU München, München, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Freiburg im Breisgau, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmaT5P152

DOI: 10.3205/09gma152, URN: urn:nbn:de:0183-09gma1523

Published: September 2, 2009

© 2009 Seyfarth et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Im Rahmen der Novellierung der ärztlichen Approbationsordnung (ÄAppO) 2002 erfolgte eine Neuordung der Staatsexamina. Zusätzlich wurde ein Prüfungstag mit praktischer Prüfung und Patientenvorstellung eingeführt. Ziel dieser Untersuchung war es, die Noten im schriftlichen und mündlich-praktischen 2. Staatsexamen nach alter und neuer ÄAppO zu vergleichen.

Methoden: Evaluiert wurden die mündlichen und schriftlichen Prüfungsergebnisse des 2. Staatsexamens nach alter und neuer Prüfungsordnung (M2a und M2n) von insgesamt 2056 Studierenden der TU München und der LMU München. Der Beobachtungszeitraum umfasste die Prüfungen vom Frühjahr 2004 bis Frühjahr 2008. Analysiert wurde neben der schriftlichen und der mündlichen Prüfungsnote der Grad der Übereinstimmung zwischen dem schriftlichen und dem mündlichen Teil vor und nach Novellierung der ÄAppO.

Ergebnisse: Die schriftlichen Prüfungsnoten vor und nach Änderung der ÄAppO unterschieden sich nicht wesentlich (TUM: M2a: 2,91±0,92; M2n: 2,91±0,87; LMU: M2a: 2,94±0,85; M2n: 2,78±0,873). Dagegen veränderten sich die mündlichen Prüfungsergebnisse erheblich (TUM: M2a: 1,89±0,81; M2n: 2,22±0,96; LMU: 1,94±0,86; M2n: 2,09±0,93; jeweils P<.001). Eine Analyse der individuellen Prüfungsnoten zeigte, dass es nach Änderung der ÄAppO zu einer signifikanten Zunahme der individuellen Übereinstimmung in der mündlichen und schriftlichen Prüfungsnote gekommen ist.

Schlussfolgerung: Nach Novellierung der ÄAppO kann an zwei Universitäten unabhängig voneinander eine größere Übereinstimmung der Benotung des mündlich-praktischen und schriftlichen Teils der ärztlichen Prüfung festgestellt werden.