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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

08.10. - 10.10.2009, Freiburg

Skills für die Chirurgische Famulatur – Erste Erfahrungen

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  • author Hendrik Heers - Philipps-Universität Marburg, Marburger Interdisziplinäres Skills Lab (MarIS), Marburg, Deutschland
  • corresponding author Philip P. Rößler - Philipps-Universität Marburg, Marburger Interdisziplinäres Skills Lab (MarIS), Marburg, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Freiburg im Breisgau, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmaT5P126

DOI: 10.3205/09gma126, URN: urn:nbn:de:0183-09gma1263

Published: September 2, 2009

© 2009 Heers et al.
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Fragestellung: Die Vermittlung chirurgischer Basisfertigkeiten tritt in der curricularen Ausbildung deutscher Studenten häufig in den Hintergrund. Ist es daher sinnvoll, für besonders Interessierte, zusätzlich zu den verpflichtenden Lehrveranstaltungen, Tutorien zur gezielten Vorbereitung auf eine chirurgische Famulatur oder das Praktische Jahr anzubieten?

Aus diesem Grund fand zum Ende des Wintersemesters 2008/09 erstmalig ein solcher ganztägiger Kurs unter studentischer Leitung im Marburger Interdisziplinären Skills Lab statt. Die durchweg positive Resonanz veranlasste uns dazu, diesen Kurs nun unter Zuhilfenahme standardisierter Evaluation zu wiederholen.

Methodik: In dem 5-6 Stunden dauernden Kurs werden je 12 Teilnehmer von zwei Tutoren betreut. Neben einer Einführung zum sterilen Arbeiten und Verhalten im OP werden gängige chirurgische Instrumente demonstriert und grundlegende Techniken der Wundversorgung vermittelt. Besprochen werden überdies die Stadien der Wundheilung, Abläufe in der chirurgischen Ambulanz sowie übliche Nahtmaterialien und -techniken.

Im Hauptteil der Veranstaltung haben die Teilnehmer die Gelegenheit zum praktischen Üben von Nähen und Knoten mit verschiedenen Materialien und Schwierigkeitsgraden. Der praktische Ablauf der ambulanten Patienteninteraktion wird unter Beteiligung von Simulationspatienten geprobt.

Alle Teilnehmer absolvieren zu Beginn des Kurses eine Befragung zu ihrem bisherigen Kenntnisstand und ihren Erwartungen. Die abschließende Evaluation erfolgt mit einem zweiteiligen standardisierten Fragebogen im Anschluss an die Veranstaltung. Im Follow-up, nach Abschluss einer chirurgischen Famulatur, soll zusätzlich die Praxisrelevanz der Lerninhalte erfragt werden.

Ergebnisse: Die Evaluation wird mit statistischen Methoden ausgewertet und anschließend aufgearbeitet. Anhand der Ergebnisse wollen wir zeigen, dass derartig fokussierte Tutorien die Vorbereitung der Teilnehmer auf praktische Tätigkeiten im Rahmen einer chirurgischen Famulatur in idealer Weise ergänzen und strukturieren können. Die standardisierten Fragebögen sollen außerdem den Stellenwert der einzelnen Kursteile klären.

Schlussfolgerungen: Aus den erhobenen Daten erhoffen wir uns signifikante Aussagen darüber, ob peer-teaching Tutorien im Rahmen der chirurgischen Ausbildung von Studenten die manuellen Fertigkeiten und die Vorbereitung auf einen Praxiseinsatz verbessern können.