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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Untersuchungen zur Leistungskurswahl im Abitur und zu Leistungen im Medizinstudium: Ergebnisse einer Pilotstudie

Poster

  • author Johannes Schulze - JWG Universität Frankfurt/Main, Dekanat Fachbereich Medizin, Frankfurt/Main, Deutschland
  • author Frank Nürnberger - JWG Universität Frankfurt/Main, Dekanat Fachbereich Medizin, Frankfurt/Main, Deutschland
  • author Frank Seibert-Alves - JWG Universität Frankfurt/Main, Dekanat Fachbereich Medizin, Frankfurt/Main, Deutschland
  • author Sandra Gentsch - JWG Universität Frankfurt/Main, Dekanat Fachbereich Medizin, Frankfurt/Main, Deutschland
  • corresponding author Anwar Syed Ali - JWG Universität Frankfurt/Main, Dekanat Fachbereich Medizin, Frankfurt/Main, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma174

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Published: October 23, 2006

© 2006 Schulze et al.
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Seit dem Sommersemester 2005 läuft am Fachbereich Medizin der Goethe Universität das Projekt Studierendenauswahl zur Identifizierung und Validierung geeigneter Prädiktoren zur universitären Auswahl (60 Prozent der Studiumsplätze in den ZVS-Fächern gehen in die direkte Vergabekompetenz der Hochschulen über). Seit dem Sommersemester 2006 werden die anstehenden PJ-Jahrgänge retrospektiv nach ihren Leistungskursen in der Oberstufe befragt (n=112). Hintergrund für dieses Vorgehen ist die Vermutung, dass zwischen Leistungskurswahl und Studienerfolg ein unmittelbarer Zusammenhang besteht könnte.

Die Fächerkombination Mathematik + Englisch (LK1 bzw. LK2) im Abitur zeigt hierbei auf deskriptiver Ebene die besten Physikumsergebnisse (M=2,5,SD=0,85), gefolgt von der Kombination Biologie + Mathematik (M=2,66,SD=0,73). Die am häufigsten genannte Kombination Deutsch + Biologie (LK1 bzw. LK2) erlangt einen deutlich schlechteren Wert bei den Physikumsergebnissen (M=3,1,SD=0,5). Als Hintergrund dafür ist anzusehen, dass die letztgenannte Kombination bei der Kurswahl in der Oberstufe aus Opportunitätsgründen von vielen Schülern bevorzugt wird. Dies bestätigt sich durchaus, wenn man die Vergleichsergebnisse bei den erreichten Abiturnoten betrachtet: Trotz der tendenziell besseren Abiturdurchschnittsnote bei der Leistungsfachkombination Deutsch + Biologie (M=2,17,SD=0,48) im Vergleich zu Biologie + Mathematik (M=2,19,SD=0,72) wird das deutlich schlechtere Physikumsergebnis erreicht (M=3,1,SD=0,5 bei Deutsch + Biologie; M=2,66,SD=0,73 bei Biologie + Mathematik). Die Fächerkombination Biologie + Chemie (LK1 bzw. LK2) im Abitur erreicht bei den Physikumsergebnissen einen eher mittelmäßigen Wert (M=2,9,SD=0,7), während der Abiturdurchschnitt den Spitzenwert erlangt (M=1,82,SD=0,55). Die von vielen Schülern - die später Medizin studieren wollen - und von vielen Lehrenden bevorzugte Kombination bei den Leistungskursen (Biologie + Chemie) kann trotz des Spitzenwertes bei der Abiturdurchschnittsnote diesen Rangplatz bei den Physikumsergebnissen nicht bestätigen.