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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Entwicklung einer Seminarreihe zur Tabakprävention im Querschnittsbereich "Prävention und Gesundheitsförderung“

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  • corresponding author Richard Lux - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland
  • author Ulla Walter - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma166

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Published: October 23, 2006

© 2006 Lux et al.
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Hintergrund: Die Ärzteschaft stellt einen der wichtigsten Mediatoren zwischen den wissenschaftlich-medizinischen Erkenntnissen um die Schädlichkeit des Nikotinkonsums und den potentiell zukünftigen oder tatsächlich aktuellen Rauchern dar. Der Querschnittsbereich "Prävention und Gesundheitsförderung“ bietet erstmals die Möglichkeit, präventive Ansätze in der Lehre zu vertiefen.

Ziel: Ziel ist die Entwicklung einer Seminarreihe, die den Studierenden die Fertigkeiten vermittelt, primär-, sekundär und tertiärpräventive sowie gesundheitsförderliche Strategien beim Tabakkonsum zu analysieren und anzuwenden.

Methoden: In einem mehrstufigen Prozess der Erarbeitung, Erprobung, Evaluation und Modifikation werden Unterrichtsmodule entwickelt und zu einer in sich geschlossenen Seminarreihe zusammengefügt. Die Evaluation erfolgt mittels Supervision und Befragung der Studierenden.

Ergebnisse: Strukturell ergänzt die Seminarreihe Vorlesungen im Querschnittsbereich Prävention und Gesundheitsförderung. Inhaltlich verbindet sie Wissen aus den kurativen Fächern mit prophylaktischen Ansätzen, deren Vielfalt, aber auch deren Barrieren sowie der Überwindung dieser Barrieren in Theorie und Praxis.

Diskussion: Die Seminarreihe kann eine bilaterale Betrachtung der Rauchproblematik nach sich ziehen: einerseits die Reflexion des eigenen Rauchverhaltens der Studierenden insbesondere am Setting Hochschule und andererseits die Rolle der zukünftigen Ärzteschaft hinsichtlich ihrer präventiven Aufgabe als Leistungserbringer im Gesundheitswesen.

Schlussfolgerung: Das Potenzial der Ärzteschaft als Vermittler präventiver Maßnahmen ist auch im Bereich des Nikotinabusus in Deutschland noch nicht ausgeschöpft. Die Wahrnehmung diesbezüglicher Ressourcen findet während des humanmedizinischen Studiums ihren Anfang. Bisherige Erfahrungen aus dem In- und Ausland legen die begründete Hoffnung auf nachhaltige Präventionserfolge nahe.