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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Wie stabil ist die Motivation für das Medizinstudium?: Verlaufsbeobachtungen während des ersten Studienjahres.

How firm is the motivation to study medicine?: Observations from the first academic year

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  • corresponding author Götz Fabry - Albert-Ludwigs-Universität, Abteilung für Medizinische Psychologie, Freiburg, Deutschland
  • Marianne Giesler - Albert-Ludwigs-Universität, Abteilung für Medizinische-Psychologie, Freiburg, Deutschland
  • Daniela Goos - Albert-Ludwigs-Universität, Abteilung für Medizinische Psychologie, Freiburg, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma097

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/meetings/gma2006/06gma097.shtml

Published: October 23, 2006

© 2006 Fabry et al.
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Hintergrund: Studierende der Medizin beginnen ihr Studium in der Regel hoch motiviert. Aus retrospektiven Studien gibt es allerdings Hinweise darauf, daß die Erwartungen, mit denen die Studierenden ihre Ausbildung beginnen, häufig nicht erfüllt werden. Insbesondere die vorklinische Ausbildung wird im Rückblick als wenig praxisrelevant und überladen mit irrelevanten Fakten wahrgenommen. Dazu kommt, daß die Arbeitsbedingungen für Ärzte in den letzten Jahren zunehmend unattraktiv erscheinen, so daß immer mehr Absolventen nach alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten suchen.

Vorgehen: Untersucht wurde, ob und wie sich die initial hohe Studienmotivation der Studierenden während ihres ersten Studienjahres an der Universität verändert. Dazu wurden in den Studienjahren 2003/2004 und 2005/2006 jeweils Langzeitstudien mit drei Meßzeitpunkten durchgeführt. Die Studierenden wurden zu Beginn, nach ihrem ersten und nach ihrem zweiten Semester zu verschiedenen Aspekten ihrer Studienmotivation befragt.

Ergebnisse: Es zeigte sich, dass eine kleine Gruppe von Studierenden am Ende ihres ersten Studienjahres eine deutliche Abnahme der Studienmotivation angibt. Diese Studierenden sind insgesamt weniger zufrieden mit ihrer Ausbildung und bewerten Kurse und Dozenten kritischer als ihre Kommilitonen.

Schlussfolgerungen: Unsere Ergebnisse zeigen, dass die insgesamt hohe Studienmotivation bei einigen Studierenden weniger robust ist als bei anderen. Wir hoffen, dass die Ergebnisse unserer zweiten, derzeit noch laufenden Studie darüber Aufschluß geben können, welche Faktoren für diese Motivationsabnahme verantwortlich sind. Da die Studienmotivation aus der Interaktion von personalen und situationsabhängigen Faktoren resultiert ist es besonders wichtig, potentiell demotivierende Aspekte der Lernumgebung aufzudecken.