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Forum Medizin 21, 45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Zusammenarbeit mit der Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin

22.09. - 24.09.2011, Salzburg, Österreich

Qualitative Veranstaltungsevaluation: Wahlfach Homöopathie

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Anja Frenzen - Sektion Allgemeinmedizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale), Deutschland
  • author Susanne Grundke - Sektion Allgemeinmedizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale), Deutschland

45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Forum Medizin 21. Salzburg, 22.-24.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11fom183

DOI: 10.3205/11fom183, URN: urn:nbn:de:0183-11fom1834

Published: September 14, 2011

© 2011 Frenzen et al.
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Hintergrund: Dem Anspruch einer qualitätsgesicherten und zielgruppenorientierten Lehre folgend, werden die Studierenden mittels partizipativer Evaluationsstrategie in den Lehr-/Lernprozess eingebunden: Basierend auf einem 3-stufigen Feedbackverfahren [1] als Instrument formativer Evaluation werden Lerngewinn und Präzisierungshinweise erfasst (Teilnehmer- und Ressourcenorientierung) sowie Einstellungsänderungen nachvollziehbar. Die Feedback-Evaluation erfolgt additiv zur allgemeinen summativen (quantitativen) Veranstaltungsevaluation.

Material und Methoden: Die Seminarteilnehmer (n=13) werden semesterbegleitend befragt: Erwartungsabfrage zu Semesterbeginn (Vorwissen, Lerninteresse), Zwischenbilanz (Lerngewinn) und Abschluss-Feedback (Lerngewinn, Einstellungsänderungen). Die Redebeiträge/Gruppendiskussionen [2] werden per Audiomitschnitt aufgezeichnet. Die Analyse erfolgt entsprechend der Erkenntnislogik der Grounded Theory [3].

Ergebnisse: Die Ergebnisse der „Erwartungsabfrage“ sowie der „Zwischenbilanz“ liegen vor, das "Abschluss-Feedback" ist zum Semesterende geplant.

Auf der Ebene der „Lehrkultur“ zeichnet sich ab, dass die Seminare zielgerichteter und veränderungsoffener gestaltet und bereits während des Verlaufs optimiert werden können. Auf der Ebene der „Lernkultur“ weisen erste Ergebnisse darauf hin, dass Lehr- und Lernkommunikation positiv beeinflusst werden; die Identifikation mit Lehrinhalten wird gefördert und (anfänglich überwiegend kritische) Einstellungen gegenüber der Homöopathie positiv beeinflusst.

Schlussfolgerung/Implikation: Es ist vorgesehen, die Evaluationsergebnisse im Hinblick auf allgemeine Prinzipien der Curriculumentwicklung mittels Pilotprojekten („wie geht das?“) ebenso zu diskutieren, wie unter dem inhaltlichen Fokus Homöopathie, als Beispiel für das Bedürfnis Medizinstudierender nach Kenntnissen zu komplementären Therapieverfahren („wieso Homöopathie?“).


Literatur

1.
Auferkorte-Michaelis N, Selent P. Feedback-Evaluation in Lehrveranstaltungen als dreistufiges Verfahren. Stuttgardt: Raabe; 2008.
2.
Bohnsack R, Przyborski A, Schäffer B. Das Gruppendiskussionsverfahren in der Forschungspraxis. Opladen & Farmington Hills: Budrich; 2010.
3.
Glaser B, Strauß A. Grounded Theory: Strategien Qualitativer Sozialforschung. Bern: Huber; 2008.