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Forum Medizin 21, 45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Zusammenarbeit mit der Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin

22.09. - 24.09.2011, Salzburg, Österreich

Allgemeinmedizin – Wahlpflichtseminar vorklinischer Abschnitt – Ziel: Motivation für dieses Fach fördern

Meeting Abstract

  • corresponding author presenting/speaker Albrecht Stein - LMU München, München, Deutschland
  • Jörg Schelling - LMU München, München, Deutschland
  • Andreas Klement - Uni Halle, Halle, Deutschland
  • Günther Oberprieler - LMU München, München, Deutschland

45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Forum Medizin 21. Salzburg, 22.-24.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11fom173

DOI: 10.3205/11fom173, URN: urn:nbn:de:0183-11fom1735

Published: September 14, 2011

© 2011 Stein et al.
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Outline

Text

A Darstellung des ambulanten hausärztlichen Spektrums:

1.
Betreuung von Patienten in der Praxis, zuhause und in Einrichtungen
2.
Einbeziehung von Familienangehörigen
3.
Schweigepflicht
4.
Interdisziplinäre Kooperation mit anderen Ärzten/ Kliniken
5.
Zusammenarbeit mit sozialen Diensten

B Häufige Krankheitsbilder:

1.
Eigenanamnese
2.
Fremdanamnese
3.
Diagnostik
4.
soziales Umfeld
5.
Therapie und Prognose

C Psychologische Patienten- und Familienbetreuung mit praktischen Übungen

  • zwischenmenschliche Beziehung unter schwierigen Umständen aufbauen
  • Anamnese in menschlicher Form (zugewandt, empathisch, würdevoll)
  • Fachwissen verständlich übermitteln
  • Therapiemodell unter Berücksichtigung des Willens und Wollens des Patientens ausarbeiten

D Schnuppertag in der Praxis mit Hausbesuch

1.
Teilnahme an einem Praxistag
2.
an einem Routinehausbesuch
3.
Diskussion zwischen Arzt und Studierenden

E Betreuung von kranken Menschen in Einrichtungen

1.
hochbetagte und (schwerst-)kranke Menschen in Pflegeeinrichtungen → Recht auf einen würdevollen Umgang
2.
Probleme der palliativen Behandlung, die Auseinandersetzung mit dem Pflegepersonal und mit Angehörigen.
3.
Aufbau einer Bindung zu einem geriatrischen Patienten mit mehrfachen Kontakten (Langzeitbetreuung).
4.
Spezielle Themen: Schmerztherapie, Patientenverfügung, Sterben und Sterbebegleitung

F Mitwirken am Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst

1.
Erkennen des großen Spektrums;
2.
spezielle Problemgruppen, wie z.B. Drogen- und Alkoholabhängige, Kennenlernen von schweren psychiatrischen Erkrankungen
3.
Probleme im Bereitschaftsdienst zwischen Zwangstherapie und Berücksichtigung des Rechts des Menschen auf seine Erkrankung
4.
Erleben von Tod in der Wohnung, Gespräch mit den Angehörigen

1:1 Betreuung des Studierenden durch einen erfahrenen Hausarzt.

G Weitere Themen und Abschluss des Wahlpflichtseminars

1.
Betreuung
    • von Gefangenen bei Gerichtsverhandlungen
    • von Leistungssportlern auf Großveranstaltungen
    • als Theaterarzt
2.
Gutachter z.B. Erwerbsunfähigkeit, Schwerbehindertenrecht, Mietfähigkeit, Unterbringung

H Leistungskontrolle

  • ein bekanntes Krankheitsbild mit Hilfe von Literatur recherchieren
  • wissenschaftliche, theoretische Aspekte und therapeutische Möglichkeiten differenziert herausarbeiten.

Cave aus Sicht des Korrektors: die Studierenden befinden sich im vorklinischen Abschnitt.

I Evaluation

Das Seminar wurde nach Schulnoten bewertet (von der Uni vorgegebener anonymer Evaluationsbogen); knapp 80% gaben die Note 1, der Rest die Note 2; insgesamt 20 Studierende in den Jahren 2010 und 2011.

Davon fanden mehr als 90% der Studierenden das Thema sehr interessant und circa 95% fanden die Vermittlung der Inhalte sehr gut verständlich. Weniger eindeutig sehr gut war die Motivation zum weiteren Selbststudium; hier wählten knapp die Hälfte die Studierenden nur ein gut.

Fazit: Ziel erreicht