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Forum Medizin 21, 45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Zusammenarbeit mit der Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin

22.09. - 24.09.2011, Salzburg, Österreich

Evidenzbasierte Medizin versus Erfahrungsmedizin?

Meeting Abstract

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45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Forum Medizin 21. Salzburg, 22.-24.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11fom122

DOI: 10.3205/11fom122, URN: urn:nbn:de:0183-11fom1223

Published: September 14, 2011

© 2011 Baumgartner et al.
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Hintergrund: Viele Hausärzte haben im Laufe der Jahre einige Behandlungsstrategien entwickelt, die außerhalb der Evidenzbasierten Medizin (EBM) liegen. Spritzen bei Schmerzzuständen, homöopathische Tropfen bei Erkältung, Osteopathie – die Liste der eingesetzten Therapien ist lang und ihre Akzeptanz durch die Wissenschaft oft antiproportional zur Nachfrage durch die Patienten.

Material und Methoden: Im Workshop sollen in Kleingruppen Beispiele nicht evidenzbasierter Behandlungsverfahren aus Österreich, Deutschland und Südtirol gesammelt werden. Jeweils eine Kleingruppe soll sich mit den Beratungsanlässen Lumbago, grippaler Infekt und Allergie auseinandersetzen. Einige Therapiebeispiele sollen anschließend gemeinsam vor dem Hintergrund der EBM beleuchtet und Alternativen aufgezeigt werden. Auch auf Behandlungskosten und juristische Aspekte des Abweichens von Leitlinien soll eingegangen werden.

Ergebnisse: Ziel des Workshops ist es zunächst, eine Bestandsaufnahme verwendeter Therapieformen vorzunehmen. Die Diskussion soll zu gegenseitigem Verständnis der Anwender und zur Versachlichung des oft emotional geführten Diskurses führen.

Schlussfolgerung/Implikation: Es soll bei diesem Workshop erarbeitet werden, in wie weit Ärzte auch mit dem Placebo Effekt arbeiten dürfen und Anhaltspunkte gefunden werden, wann eine Therapie außerhalb der Leitlinien den Patienten mehr Schaden als Nutzen bringt.