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Evidenz und Entscheidung: System unter Druck
10. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V.

05.03. - 07.03.2009 in Berlin

Evidenz von unten – Antworten auf Fragen aus der Praxis

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Wolfgang Blank - Lehr- und Arbeitsbereich Allgemeinmedizin an der TU München, München, Deutschland
  • Olaf Weingart - Cochrane Reviewgruppe für hämato-onkologische Erkrankungen (CHMG), Klinik I für Innere Medizin an der, Köln, Deutschland

Evidenz und Entscheidung: System unter Druck. 10. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. Berlin, 05.-07.03.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09ebmP3.5

DOI: 10.3205/09ebm053, URN: urn:nbn:de:0183-09ebm0530

Published: March 4, 2009

© 2009 Blank et al.
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Hintergrund

Für in der Praxis tätige Ärzte stellen sich viele Hindernisse in den Weg, wenn sie sich bemühen, evidenzbasiertes Wissen in ihren ärztlichen Alltag zu integrieren. Zeitmangel, fehlender Zugang zu evidenzbasierten Informationen und oft auch fehlende Evidenz zu praxisrelevanten Themen stellen einen wichtigen Teil der Probleme dar, mit denen praktisch tätige Ärzte sich konfrontiert sehen. Trotz großem Interesse an EbM kommt es folglich nur in geringem Maß zur Umsetzung des bekannten evidenzbasierten Wissens.

Methoden

Niedergelassene und klinisch tätige Ärzte hatten zwei Wochen lang die Möglichkeit, praxisrelevante Fragen frei an einen Koordinator zu stellen, die dieser an Spezialisten aus dem Kreis des DNEbM e.V. weitergab. Beobachtet wurde, welche Art Fragen gestellt wurden. Darüber hinaus wurde die Zufriedenheit der Teilnehmer erhoben.

Ergebnisse

28 Fragen wurden von fünf Teilnehmern in zwei Wochen gestellt, von denen 26 in einem angemessenen Zeitraum beantwortet werden konnten. Fragen aus dem ambulanten Bereich überwogen.

16 Fragen betrafen allgemeine Themen der Patientenbehandlung, 12 Fragen zielten auf die Beantwortung einer Frage in der konkreten Patientenbereuung.

Die teilnehmenden Ärzte beurteilten die Möglichkeit, frei Fragen zur Evidenz stellen zu können, als sehr hilfreich.

Schlussfolgerung/Implikation

Ein Angebot, Fragen aus der direkten Patientenversorgung direkt stellen zu können und zeitnah eine Antwort zu erhalten, wurde als attraktiv empfunden.

Ziel weiterer Untersuchungen sollte es sein, dauerhaft Strukturen zu schaffen, die es Ärzten in der Primärversorgung erlaubt, ihre Fragen aus der konkreten Patientenversorgung an Spezialisten stellen zu können.