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7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung

16. - 18.10.2008, Köln

Der Einfluss des Versorgungszeitpunkts bei Schenkelhalsfraktur auf die Ergebnisqualität

Meeting Abstract

  • R. Smektala - Chir. Universitätsklinik Bochum, Knappschaftskrankenhaus Abt. f. Unfallchirurgie, Bochum
  • B. Fischer - Chir. Universitätsklinik Bochum, Knappschaftskrankenhaus Abt. f. Unfallchirurgie, Bochum
  • S. Hahn - Chir. Universitätsklinik Bochum, Knappschaftskrankenhaus Abt. f. Unfallchirurgie, Bochum
  • P. Schräder - Chir. Universitätsklinik Bochum, Knappschaftskrankenhaus Abt. f. Unfallchirurgie, Bochum

7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung. Köln, 16.-18.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocB6.2

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Published: October 6, 2008

© 2008 Smektala et al.
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Problem: Schenkelhalsfrakturen stellen die häufigste Einweisungsdiagnose bei über 75jährigen Patienten dar. Auf Grund der demografischen Entwicklung ist mit einer weiteren Zunahme dieser Frakturen zu rechnen. Im ersten Jahr nach einer Schenkelhalsfraktur wurde eine deutliche Übersterblichkeit von Schenkelhalsfrakturpatienten gegenüber altersgleichen Kollektiven ohne Schenkelhalsfraktur von bis zu 30 % festgestellt. Ein Faktor, der diese Übersterblichkeit beeinflusst, stellt der Versorgungszeitpunkt dar. Internationale Studien zeigen, dass Patienten von einer möglichst frühzeitigen operativen Versorgung profitieren.

Methode: Patienten mit Schenkelhalsfraktur werden mit Hilfe des BQS Verfahrens einer stationären externen Qualitätssicherung unterzogen. Im Rahmen einer bundesweiten Auswertung soll an Hand des BQS Datensatzes geklärt werden, ob eine kurze präoperative Verweildauer die Ergebnisqualität der stationären Versorgung beeinflusst.

Das statistische Matching erfolgt im ersten Schritt mit Hilfe des Propensity Scores. Einer Behandlungsgruppe, deren Operation später als 48 Stunden nach der stationären Aufnahme erfolgte, wird eine Kontrollgruppe gegenübergestellt, in der die operative Versorgung innerhalb von 48 Stunden erfolgte. Also wird zu jedem Behandlungsfall ein Kontrollfall abgebildet.

Im zweiten Schritt werden die gebildeten Gruppen risikoadjustiert bezüglich ihrer Endpunkte verglichen. Die Risikoadjustierung erfolgt auch über die Nebendiagnosen.

Endpunkt ist die Krankenhaussterblichkeit, die allgemeine und die spezifische Komplikationsrate.

Ergebnisse: Zum einen erwarten die Autoren eine präzise Antwort hinsichtlich der Fragestellung: profitieren Patienten von einer kurzen präoperativen Verweildauer. Zum anderen wird die Untersuchung methodentypische weitere Untersuchungen nach sich ziehen.