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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012)

23.10. - 26.10.2012, Berlin

Verbesserung der Versorgungsqualität unfallchirurgisch-geriatrischer Patienten in einem alterstraumatologischen Zentrum; Auswertung von 1327 Visiten mit Röntgenbefundungen

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Andreas Paech - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Sektion für Unfallchirurgie, Lübeck, Germany
  • Erik Wilde - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Sektion für Unfallchirurgie, Lübeck, Germany
  • Christian Moeller - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Sektion für Unfallchirurgie, Lübeck, Germany
  • Martin Willkomm - Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck, Geratriezentrum, Lübeck, Germany
  • Johannes Kiene - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Sektion für Unfallchirurgie, Lübeck, Germany
  • Christian Jürgens - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Sektion für Unfallchirurgie, Lübeck, Germany

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2012). Berlin, 23.-26.10.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocWI12-965

DOI: 10.3205/12dkou012, URN: urn:nbn:de:0183-12dkou0126

Published: October 2, 2012

© 2012 Paech et al.
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Fragestellung: Wird die Qualität der medizinischen Versorgung von geriatrischen Patienten durch regelmäßige, fachärztlich-unfallchirurgische Visiten verbessert?

Methodik: Im Rahmen einer Versorgungsforschungsstudie wurden retrospektiv von 2008 bis 2011, 1327 Röntgenbilder und Röntgenbefunde der Visiten unter Berücksichtigung der klinischen Untersuchung ausgewertet. Alle Visiten und Röntgenbefundungen wurden von einem Facharzt (Chefarzt) durchgeführt.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen: In 67%, n=887 der Fälle konnte das bislang gültige Behandlungsregime fortgeführt werden. In 28%, n=372 wurde die Änderung des Behandlungskonzepts empfohlen. Anpassungsgründe waren: Frühzeitige Aufbelastung, Verlängerung der Belastungslimitierung, frühzeitige Vergrößerung des erlaubten Range of Motion (ROM), Verlängerung der Limitierung des ROM, Vorstellung in anderen Fachabteilungen sowie die Empfehlung zur weiteren bildgebenden Diagnostik. In 5%, n=63 der Fälle wurde eine direkte chirurgische Intervention aufgrund von bestehenden Komplikationen empfohlen.

Regelmäßige unfallchirurgische Visiten bei Patienten in geriatrischer Komplexbehandlung führten in unserem Kollektiv bei einem Drittel der Fälle zu einer Änderung des Therapiekonzeptes. Hierdurch konnte anteilig eine schnellere Rehabilitation und soziale Reintegration erreicht werden. Es ist zu vermuten, das eine Major-Komplikations-Reduktion durch protektive Mobilitsationsanpassung erreichbar ist. Chirurgisch interventionspflichtige Komplikationen können früh erkannt und optimal behandelt werden.