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21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

27.09.-29.09.2012, Karlsruhe

Rippenfraktur und Zwerchfellruptur mit doppelter Herniation durch Hustenanfall

Meeting Abstract

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  • Sönke von Weihe - Asklepios Klinik Harburg, Thoraxchirurgie, Hamburg
  • Tim Kuchebuch - Asklepios Klinik Harburg, Thoraxchirurgie, Hamburg
  • Michael Semik - Asklepios Klinik Harburg, Thoraxchirurgie, Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Karlsruhe, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocPO 1.15

DOI: 10.3205/12dgt67, URN: urn:nbn:de:0183-12dgt677

Published: September 17, 2012

© 2012 von Weihe et al.
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Fallvorstellung: Bei einem ausgeprägt adipösen Patienten (BMI 40,9) kam es im Rahmen einer schweren Hustenattacke zu einem akuten linksthorakalen Schmerzereignis. Eine ähnliche Schmerzepisode in der Anamnese oder ein thorakales Traume gab es nicht. Bei Persistenz der Schmerzen und erfolgloser medikamentöser und physikalischer Therapie sowie zunehmender linksseitiger Flankenschwellung erfolgte 10 Wochen später eine weiterführende Diagnostik mittels Thorax-CT. Hier zeigte sich neben einer linksseitigen dislozierten Rippenfraktur C8 und C9 mit ausgeprägter Thoraxwandhernie eine handflächengroße Zwerchfellhernie mit Herniation von Omentum majus und Magen. Weitere Diagnostik konnte eine pathologische Fraktur ausschließen. Es ist daher von einer spontanen Fraktur und Ruptur bei massiver Hustenattacke auszugehen, begünstigt durch die ausgeprägte Adipositas.

Es erfolgte die operative Therapie via basaler anterolateraler Thorakotomie. Nach Reposition des Omentums erfolgte der Verschluss des Diaphragmas direkt mittels 8 Einzelnähten. Der pleurale Bruchsack wurde reseziert und die Rippenfrakturen reponiert und stabilisiert. Abschließend erfolgte die Readaptation der Rippen in Analogie zur Standard-Thorakotomie mit 3 nicht-resorbierbaren Einzelknopfnähten.

Der Patient konnte am 8. postoperativen Tag vollständig mobilisiert nach Hause entlassen werden. Ein Follow up nach drei Monaten war unauffällig.

Schlussfolgerung: Ein schwerer Hustenanfall gepaart mit ausgeprägter Adipositas kann zu schweren inneren Verletzungen führen, die den Patienten erheblich beeinträchtigen und eine operative Therapie mit Zwei-Höhlen-Eingriff erforderlich machen.