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Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaft für Thoraxchirurgie

07. - 09.10.2010, Wien (Österreich)

Prä-operatives CRP als prädiktiver Marker für die Morbidität und Mortaltität nach anatomischer Lungenresektion bei Bronchialkarzinom

Meeting Abstract

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  • F. Beckers - Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Köln, Deutschland
  • C. Ludwig - Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Köln, Deutschland
  • E. Stoelben - Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Köln, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Österreichische Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Schweizerische Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Wien, Österreich, 07.-09.10.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgtP19

DOI: 10.3205/10dgt048, URN: urn:nbn:de:0183-10dgt0484

Published: September 30, 2010

© 2010 Beckers et al.
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Hintergrund: Das CRP gehört zu den Akut-Phase Proteinen. Der Zusammenhang zwischen prä-operativem CRP-Wert und peri- und postoperativer Morbidität und Mortalität ist nur in wenigen, v.a. kardiochirurgischen Arbeiten untersucht worden. Wir untersuchen diesen Zusammenhang an einem Kollektiv von Patienten mit anatomischer Lungenresektion bei Bronchialkarzinom.

Methodik: Auswertung von 1.229 Patienten die im Zeitraum von 01/2006 bis 12/2009 eine anatomische Lungenresektion bei Bronchialkarzinom erhielten. Die Patienten wurden nach ihrem prä-operativen CRP Wert in vier Risiko-Gruppen eingeteilt. Gruppe 1: <3 mg/l; Gruppe 2: 3–10 mg/l; Gruppe 3: 10–100 mg/l; Gruppe 4: >100 mg/l. Untersucht wurde u.a. der Einfluss des prä-operativen CRP's auf die Entstehung von pulmonalen Komplikationen und auf die 30 Tage Mortalität.

Ergebnisse: Im Gesamtkollektiv verteilten sich die anatomischen Resektionen wie folgt: Segment 16,6%, Lobe/Bilobe 58,1%, Sleeve 17,9%, Pneumonektomie 7,4%. Die Analyse des prä-operativen CRP's zeigt einen signifikanten Einfluss auf die Entstehung von pulmonalen Komplikationen und die Mortalität (p<0,01) sowohl in der univariaten als auch in der multivariaten Analyse. Die prä-operative FEV1 und das Tumorstadium zeigten sich sich nur in der univariaten Analyse als unabhängige Risikofaktoren.

Auch die Krankenhausverweildauer war bei den Patienten mit erhöhtem prä-operativen CRP deutlich verlängert (9 vs. 11,5 Tage).

Schlussfolgerungen: Mit dieser Analyse wird erstmalig der Zusammenhang zwischen prä-operativem CRP und Morbidität und Mortalität nach anatomischer Lungenresektion bei Bronchialkarzinom gezeigt. Ein erhöhter prä-operativer CRP-Wert zeigt sich als starker unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung von pulmonalen Komplikationen nach anatomischer Resektion. Dieser Zusammenhang kann für die zukünftige Risikoeinschätzung und die prä-operative Vorbereitung vor geplanter Lungenresektion genutzt werden.

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