gms | German Medical Science

18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

08.10. bis 10.10.2009, Augsburg

Operative Therapie bei Infektion des Sterno-clavicular-Gelenkes

Meeting Abstract

Search Medline for

  • Heinz Wertzel - Lungenklinik Lostau, Klinik für Thoraxchirurgie, Lostau
  • Bernd Winkelmann - Kreiskrankenhaus Burg, Klinik für Thoraxchirurgie, Lostau

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Augsburg, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. DocPO2.8

DOI: 10.3205/09dgt80, URN: urn:nbn:de:0183-09dgt809

Published: November 20, 2009

© 2009 Wertzel et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Infektionen des Sterno-clavicular-gelenkes (SCG) sind selten, sodaß eine Standardierung der Therapie nicht vorliegt. In der Literatur wird die Incision und Drainage als auch die Resektion des Gelenkes mit und ohne Muskeltransfer zur Deckung beschrieben.

Wir haben in den letzten 10 Jahren 5 Patienten mit einer Infektion des SCG behandelt.

In einem Fall konnte durch antibiotische Therapie die Entzündung endgültig zur Ausheilung gebracht werden. Bei drei Patienten wurden eine vollständige Resektion des SCG mit angrenzenden Clavicula- und Manubriumanteilen durchgeführt. Die Wunde wurde einer Sekundärheilung überlassen. Bei allen Patienten kam es zur Ausheilung ohne Rezidiv.

Ein Patient mit einem Larynxkarzinom wurde mit Laserresektion und Radiatio (60Gy) behandelt und infolge eines Rezidivs schließlich reseziert und nochmals bestrahlt (60Gy). Er zeigte 8 Monate nach der letzten Bestrahlung eine schmerzhafte Rötung und Schwellung des rechten SCG. Daneben bestand eine eitrige Tracheobronchitis. Bronchoskopisch konnte über das Tracheostoma eine breite Fistel zum SCG nachgewiesen werden. Das Gelenk, Teile der Clavicula und Manubrium wurden reseziert und mit dem M. pectoralis major (durch plastischen Chirurgen) gedeckt. Der Trachealdefekt betrug ca. 1,5x1 cm. Der Prozess heilte primär aus.

Neben den eigenen Erfahrungen werden die Ergebnisse der Literatur dargestellt.