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26. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie (DGII)

Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie

08.03. - 10.03.2012, Berlin

Techniken der Spenderpräparation für „Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty“

Meeting Abstract

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  • Konstantinos Droutsas - Marburg; Rotterdam

Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie. 26. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie (DGII). Berlin, 08.-10.03.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgii009

DOI: 10.3205/12dgii009, URN: urn:nbn:de:0183-12dgii0092

Published: March 7, 2012

© 2012 Droutsas.
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In den letzten Jahren werden in der Behandlung von Pathologien des Hornhautendothels zunehmend Techniken der posterioren lamellären Keratoplastik eingesetzt. Bei der vom Netherlands Institute for Innovative Ocular Surgery (NIIOS) eingeführten Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK) wird im Gegensatz zu früheren Verfahren nur das Hornhautendothel samt Descemetmembran (DM) ersetzt. Die fast perfekte Wiederherstellung der Hornhautanatomie ermöglicht eine rasche und hochwertige Visusrekonvaleszenz. In den ersten 100 publizierten Fällen aus dem NIIOS erreichten bereits im ersten postoperativen Monat 54% der Augen ohne weitere visuskompromitierende Pathologie einen brillenkorrigierten Visus von 0,8 oder besser.

Der Umgang mit dem dünnen Transplantat während der Präparation bzw. Operation kann eine Herausforderung darstellen. Die DM kann vom Stroma mit einer Pinzette abgezogen werden. Das NIIOS hat 2008 eine standardisierte „no touch“ Technik beschrieben, die eine minimal traumatische Isolierung des Spendergewebes erlaubt. Dieses Präparationsprinzip mit verschiedenen Modifikationen findet zur Zeit auch die weiteste Verbreitung. Weitere Möglichkeiten einer Separierung des Endothels samt DM vom Stroma sind die Erzeugung einer „big bubble“ im Transplantat, indem das Stroma mit Luft insuffliert wird, sowie die mechanische Separation mittels eines Keratoms für Epi-LASIK, wobei für die letzteren zwei Techniken zur Zeit weniger klinische Daten vorliegen als für die erste Technik. In diesem Referat werden die verschiedenen Techniken der Spenderpräparation sowie unsere Erfahrung mit der standardisierten „no touch“ Technik vorgestellt.