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51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

07.10.- 09.10.2010, Nürnberg

Prävalenz der Rhizarthrose bei Patienten mit distaler Radiusfraktur

Meeting Abstract

  • corresponding author presenting/speaker Reinhard Meier - Universität Würzburg, Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie, Würzburg, Deutschland
  • Sönke Frey
  • Werner Kenn
  • Sabine Schmitt
  • Robert. K. Zahn
  • Rainer Meffert

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Nürnberg, 07.-09.10.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgh48

DOI: 10.3205/10dgh48, URN: urn:nbn:de:0183-10dgh484

Published: September 16, 2010

© 2010 Meier et al.
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Fragestellung: Anhand einer Röntgenbildanalyse sollen Daten zur alters- und geschlechtsabhängigen Prävalenz der Rhizarthrose erhoben werden.

Methodik: Röntgenbilder von 235 Patienten, die an unserer Klinik mit distaler Radiusfraktur über einen vier Jahreszeitraum operativ behandelt wurden dienten als Grundlage für die Untersuchung. Neun Patienten waren bds. Betroffen. Die Prävalenz der Rhizarthrose wurde an Hand der Röntgenbilder, unabhängig durch drei Untersucher (1 Radiologe, 1 Unfallchirurg/Handchirurg, 1 Weiterbildungsassistent) bestimmt. Das Ausmaß der Veränderungen wurde mit einem einfachen dreistufigen Bewertungsschema (Sodha 2005) und mit dem etablierten vierstufigen Scoringsystem nach Eaton/Littler (Eaton u. Littler 1973) klassifiziert. Anzahl, Arthrosegrad und Geschlechtsverteilung wurden beurteilt. Der Pearson Chiquadrat-Test wurde hierzu als univariante Analysetechnik verwendet. Eine Ordinale Regressionsanalyse wurde verwendet den Zusammenhang von Alter und Geschlecht mit dem Arthosegrad zu bestimmen. Multivariante Regressionanalysen wurden zur Bestimmung der Odds ratio (und des 95% Intervalls) verwendet. Alle Tests wurden zweiseitig auf dem Niveau =0.05 durchgeführt und explorativ interpretiert. Die Interobserverübereinstimmung wurde mit Hilfe des Kappa-Tests bestimmt.

Ergebnisse: Insgesamt bestand eine Prävalenz der Arthrose im Daumensattelgelenk in unseren Patienten (Durchschnittsalter 56 Jahre) mit distaler Radiusfraktur von 29%. Arthrosezeichen traten beginnend mit 44 Jahren auf und erreichten bei den über 70 jährigen eine Prävalenz von 60%. Bei weiblichen Patienten war hierbei mit 42% Arthrosezeichen eine signifikant höhere Prävalenz als bei den Männern vorhanden. Auch die Arthroseschwere war bei Frauen und älteren Patienten signifikant stärker ausgeprägt. Es bestand eine gute Übereinstimmung der Untersucher mit Kappa = 0.66.

Schlussfolgerung: Die Arthroseprävalenz des Karpometakarpale I Gelenks und der Schweregrad der degenerativen Veränderungen ist in unserem selektierten Patientengut alters und geschlechtsabhängig. Bei Frauen und mit zunehmendem Alter wurde eine höhere Arthroseprävalenz und -schwere beobachtet.