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51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

07.10.- 09.10.2010, Nürnberg

Berufliche Reintegration nach motorischen Ersatzplastiken bei Läsion des Plexus brachialis

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Richarda Boettcher - Unfallkrankenhaus Berlin, Abteilung für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie, Schwerpunkt für operative Rekonstruktion bei Tetraplegie, Plexusparese und Cerebralparese, Berlin, Deutschland
  • Anastasia Choulman

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Nürnberg, 07.-09.10.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgh25

DOI: 10.3205/10dgh25, URN: urn:nbn:de:0183-10dgh250

Published: September 16, 2010

© 2010 Boettcher et al.
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Fragestellung: Läsionen des Plexus brachialis treten weit überwiegend im Rahmen eines Polytraumas auf. Die Kombination schwerer Verletzungen und deren lang dauernde Behandlung mit verbleibenden funktionellen Defiziten führt häufig zum Verlust des Arbeitsplatzes bzw. zu einem Funktionsverlust, der die Ausübung des erlernten Berufes verhindert. Dies ist im wesentlichen auf den Verlust der Arm- und Handfunktion durch die Beteiligung des Plexus brachialis zurückzuführen.

Methodik: Zwischen Juli 2002 und Januar 2010 wurden insgesamt 24 spät rekonstruktive Eingriffe der Armfunktion bei 19 Patienten mit Parese des Plexus brachialis vorgenommen. Der Eingriff erfolgte im Median 3,5 Jahre nach der Verletzung. In 9 Fällen wurde durch kombinierte Muskeltranspositionen mit Arthrodesen sowie ggf. vorgeschalteter Lasso-Operation eine Rekonstruktion bzw. Verbesserung der Handfunktion angestrebt. Durch die anderen Operationen erfolgte eine Funktionsrekonstruktion der Schulter oder der Ellenbogenbeugung.

Ergebnisse: Es kam zu einer postoperativen Komplikation durch sekundäre Dislokation einer Steindler-Ersatzplastik aufgrund unzureichender Ruhigstellung. In drei Fällen konnte keine relevante, im Alltag nutzbare Funktionsverbesserung erzielt werden.

14 Patienten nahmen das Berufsleben auf, wobei 7 Patienten an Arbeitsplätze mit der Notwendigkeit regelmäßiger und sicherer handwerklicher Tätigkeit zurückkehren konnten. 2 Patienten waren bereits vor Eintritt des Plexusschadens berentet.

Schlussfolgerung: Durch rekonstruktive Eingriffe können auch bei dauerhaften funktionellen Einschränkungen deutliche Verbesserungen erzielt werden, die eine berufliche Tätigkeit ermöglichen.