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50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

08.10.- 10.10.2009, Tübingen

Arthroskopisch assistierte Kirschnerdraht-Osteosynthese von Radiusfrakturen Typ B und Typ C mit sehr kleinen distalen Fragmenten

Meeting Abstract

  • corresponding author presenting/speaker Stephan Deiler - Chirurgische Klinik und Poliklinik Innenstadt der Universität München, Handchirurgie und Plastische und Ästhetische Chirurgie, München, Deutschland
  • Joe Hellers
  • Michael Kunzelmann
  • Elias Volkmer

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Tübingen, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgh48

DOI: 10.3205/09dgh48, URN: urn:nbn:de:0183-09dgh488

Published: October 5, 2009

© 2009 Deiler et al.
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Fragestellung: Distale Radiusfrakturen Typ B und Typ C mit sehr kleinen distalen Gelenkfragmenten erlauben unter Bildwandlerkontrolle oft keine fugengerechte Reposition der Gelenkflächen und keine Fixierung der Fragmente mit Schrauben und Platten. Hier bietet die Arthroskopie die Möglichkeit der Reposition der Gelenkfläche unter direkter Sicht und die Kirschnerdraht-Osteosynthese mit fächerförmiger Anordnung der Drähte eine minimal-invasive und die Durchblutung der Fragmente optimal schonende Methode.

Methodik: 12 Patienten mit distale Radiusfrakturen Typ B und Typ C mit sehr kleinen distalen Gelenkfragmenten wurden unter arthroskopischer Kontrolle im Aushang reponiert und die Fragmente mit mehreren Kirschnerdrähten, die netzförmig tragend in den distalen Radius eingebracht wurden stabilisiert und anschließend mit einem zirkulären Unterarm-Cast für 6 Wochen ruhiggestellt. Nach Entfernung der Kirschnerdrähte erfolgte Krankengymnastik und zunehmende Belastung. Bei der Nachuntersuchung nach 6 und 12 Monaten wurden die klinische Funktion im Handgelenk dokumentiert und Röntgenaufnahmen angefertigt und mit dem modifizierten Mayo wrist score ausgewertet.

Ergebnisse: Die klinische Funktion nach dem mod. Mayo wrist score im Vergleich zur gesunden Seite ergab in allen Fällen gute bis exzellente Werte.

Knöcherne Konsolidierung fand sich bei allen Patienten nach 6–12 Wochen. An Komplikationen kam es bei 2 Patienten zu einer Lockerung von Kirschner-Drähten mit vorzeitiger Entfernung von einzelnen Drähten. Die Winkel der Radiusfläche konnte in sehr guter Weise rekonstruiert werden.

Schlussfolgerung: Es handelt sich um eine sehr gute Methode mit umfassender Diagnostik im Handgelenk für Begleitverletzungen und beste Rekonstruktionsmöglichkeit der Gelenkfläche und ausreichende Stabilisierung der kleinen Fragmente unter optimaler Schonung der Fragmentvaskularität. Sie stellt eine empfehlenswerte Alternative zur Plattenosteosynthese mit Reposition unter alleiniger Bildwandlerkontrolle der Gelenkstellung dar.