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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Management der Anastomoseninsuffizienz im oberen Gastrointestinaltrakt mit selbstexpandierenden, beschichteten Stents: eine retrospektive Analyse

Meeting Abstract

  • Nicola Cerasani - Klinikum Köln-Merheim, kliniken der Stadt köln, Viszeral-Gefäß-Transplantationchirurgie, Köln
  • Johannes Volland - Klinikum Köln-Merheim, kliniken der Stadt köln, Viszeral-Gefäß-Transplantationchirurgie, Köln
  • Michael Ströhlein - Klinikum Köln-Merheim, kliniken der Stadt köln, Viszeral-Gefäß-Transplantationchirurgie, Köln
  • Markus Maria Heiss - Klinikum Köln-Merheim, kliniken der Stadt köln, Viszeral-Gefäß-Transplantationchirurgie, Köln
  • D. Bulian - Klinikum Köln-Merheim, kliniken der Stadt köln, Viszeralchirurgie, Köln
  • B. Krakamp - Klinikum Köln-Merheim, kliniken der Stadt köln, Inneremedizin, Köln
  • T. Saers - Klinikum Köln-Merheim, kliniken der Stadt köln, Inneremedizin, Köln
  • R. Schnitzler - Klinikum Köln-Merheim, kliniken der Stadt köln, Inneremedizin, Köln

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch466

DOI: 10.3205/12dgch466, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch4663

Published: April 23, 2012

© 2012 Cerasani et al.
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Text

Einleitung: Die postoperative Anastomoseninsuffizienz nach Eingriff im oberen Gastrointestinaltrakt ist bis heute eine gravierende Komplikation.

Nach Ösophagusresektion kommt es in bis zu 25% zu einer Insuffizienz mit einer Mortalität von bis zu 64%.

Die klassischen chirurgischen Verfahren stoßen hier an ihre Grenzen. Alternativ kann ein endoluminaler Stent zur Defektüberbrückung eingesetzt werden.

Ziel der Studie ist eine retrospektive Analyse des Verlaufs bei Patienten nach Implantation eines beschichteten Stentes bei Anastomoseinsuffizienz nach Ösophagusresektion.

Material und Methoden: Von 2004 bis 2011 wurden 26 Patienten mit einer Anastomoseninsuffizienz im oberen Gastrointestinaltrakt mit einem endoluminalen Stent behandelt. Es erfolgte die Auswertung hinsichtlich der Komplikationen in Hinblick auf Sepsis und Stentdislokation, der Funktionalität sowie die Gesamtmortalität.

Ergebnisse: Es wurden 14 Männer und 12 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 56,7 Jahren behandelt.

Bei 10 Patienten (38,4%) konnte eine Dislokation des Stents festgestellt werden. Bei allen 10 Patienten wurde der Stent problemlos replatziert.

Bei einem Patienten (3,8%) zeigte sich eine überschiessende Granulationsreaktion, welche bei der Stententfernung eine erneute Leckage und Stentanlage erforderlich machte.

2 Patienten (7,6%) entwickelten trotzt frühzeitig Versorgung mit dem Stent eine Sepsis mit langen Intensivaufenthalt.

Ein Patient starb als Folge der Sepsis.

Bei regelrechter Lage war die orale Ernährung mit Kostaufbau und gute Funktionalität möglich.

Insgesamt konnten 19 Patienten die Klinik regulär verlassen

Schlussfolgerung: Die Stenttherapie der Anastomoseninsuffizienz im oberen Gastrointestinaltrakt stellt bei geringerer Mortalität und Invasivität eine adäquate Methode zur Behandlung der Anastomoseninsuffizienz dar und ist den chirurgischen Verfahren hinsichtlich der funktionellen Ergebnisse überlegen