gms | German Medical Science

129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Diagnostik, Pathologie und Therapie von IPMN des Pankreas

Meeting Abstract

  • Robert Grützmann - Universitätsklinikum Dresden, Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Dresden
  • Marco Niedergethmann - Universitätsklinik Mannheim, Klinik für Chirurgie, Mannheim
  • Hans Detlev Saeger - Universitätsklinikum Dresden, Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Dresden

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch354

DOI: 10.3205/12dgch354, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch3541

Published: April 23, 2012

© 2012 Grützmann et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Zystische Pankreasläsionen werden am häufigsten mit postentzündlichen „Pseudozysten“, also Residuen einer Pankreatitis, in Verbindung gebracht. Jedoch sind neoplastische Zysten häufiger als vor Jahren vermutet. Die Prävalenz in der Gesamtbevölkerung ist unklar, jedoch zeigen Autopsiestudien in 25% zystische Pankreasläsionen, von denen wiederum ca. 5% neoplastischen Ursprungs sind. Mit der zunehmenden Anwendung leistungsfähiger bildgebender Verfahren werden diese Tumoren häufiger entdeckt. Basierend auf größeren Serien zeigt sich, dass 2/3 der Patienten mit zystischen Pankreasläsionen nie eine Pankreatitis in der Vorgeschichte hatten und Operationsserien ein hohes malignes Potential hervorbringen. Vor diesem Hintergrund kommt der genauen Diagnosestellung ein erheblicher Stellenwert zu.

Von besonderem Interesse ist die Diagnose und Therapie der intraduktalen papillär-muzinösen Neoplasien (IPMN). Die Kombination aus diagnostizierbaren Vorläufern eines Pankreaskarzinoms und einem vergleichsweise langsamen Wachstum kann eine frühzeitige Diagnose und kurative chirurgische Therapie ermöglichen. Dieser Tumor wurde erst 1996 in die WHO-Klassifikation aufgenommen. IPMN wachsen im Haupt- oder Nebengang des Pankreas, produzieren Muzin und sind papillär differenziert. Da das Wachstum im Pankreashauptgang mit einem höherem malignen Potential verknüpft ist, werden IPMN klinisch in Hauptgang (MD-) und Nebengang (BD-) IPMN eingeteilt [5]. Die WHO Klassifikation teilt die IPMN entsprechend der malignen Transformation in benigne (Adenome), Borderline und invasive IPMN ein. Das IPMN ist neben der intraepithialen Neoplasie des Pankreas (PanIN) die wichtigste Vorläuferläsion eines duktalen Pankreaskarzinoms.

Material und Methoden: Die Autoren geben einen aktuellen Überblick über die aktuelle Literatur der IPMN nach Literaturrecherche und eigener Erfahrung in einem Überblick. Dabei werden Diagnostik, prognostische Faktoren, die Pathologie, chirurgische Therapie und die Ergebnisse operativer Therapie denen konservativer Strategien vor allem bei den Nebengang-IPMN dargestellt.