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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Vermeidung von Mißverständnissen durch Dokumentation und Simulation in 3D

Meeting Abstract

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  • Jens Kauczok - Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, Aachen
  • Timm Wolter - Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, Aachen
  • Norbert Pallua - Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, Aachen

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch335

DOI: 10.3205/12dgch335, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch3359

Published: April 23, 2012

© 2012 Kauczok et al.
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Einleitung: Die neuartige Vectra 3D Kamera der Firma Canfield ermöglicht die Anfertigung von dreidimensionalen Bildern von Gesicht und Körper. Neben einer besseren Befunddokumentation zur Operationsplanung stehen einige Simulationsmodule zur Verfügung.

Material und Methoden: Unsere Patienten werden seit Juni 2010 neben der traditonellen digitalen Dokumentation auch in 3D fotografiert. Geplante Eingriffe, z.B. Brustvergrößerungen können mit Hilfe der „Breast Sculpture Software“ simuliert werden. In dem Programm ist eine Auswahl aller Brustimplantate der führenden Hersteller enthalten, welche direkt am Bild des Patienten angepasst und für operative Eingriffe ausgewählt werden können. Für die Akte des Patienten kann daraufhin ein Protokoll des Beratungsgesprächs erstellt werden, in dem das vorgesehene Implantat und die Maßen des Patienten enthalten sind.Die „Face Sculpture Software“ ermöglicht Simulationen verschiedener Operationen im Gesicht, beispielsweise Rhinoplastiken und Kinnaugmentationen.

Ergebnisse: Das Besondere am Vectra X3-Kamerasystem ist, dass anhand des Simulationsmoduls für diverse Eingriffe, im Vorfeld bereits auf die Wünsche und Vorstellungen des Patienten eingegangen werden kann. Seine Forderungen können direkt mit der Realisierbarkeit abgeglichen werden und die Arzt-Patient-Kommunikation wird insgesamt verbessert. Eventuelle Zweifel oder Illusionen bezüglich des Eingriffs können somit ebenfalls eliminiert werden.

Abgesehen davon ist es möglich, die digitale Abbildung im gewünschten Winkel als 2D-Foto auszudrucken und dieses beispielsweise dem Patienten auszuhändigen. Da der Betrachtungswinkel der Bilder vom Computer berechnet wird, können prä- und postoperative Fotos im exakt gleichen Winkel (zum Beispiel 0°, 45° oder 90°) eingestellt werden. Mittels manueller Positionierung ist dies in der Regel nicht fehlerfrei möglich.

Schlussfolgerung: Für plastische Chirurgen ist vor allem das Simulationsmodul bei Beratungsgesprächen von großem Nutzen. Der behandelnde Arzt kann anhand des Moduls Sachverhalte objektivieren und direkt auf Wünsche des Patienten eingehen. Des Weiteren kann dem Patienten ein Eindruck vom potenziellen Operationsergebnis vermittelt werden.

Mit Hilfe der Kamera gelingt jedem eine einwandfreie Bilddokumentation der behandelten Areale ohne Belichtungsfehler. Diese Aufnahmen können anschließend für Dokumentationen, Verlaufskontrollen sowie für die Lehre verwendet werden und erübrigen daher die Notwendigkeit anderer Dokumentationsverfahren.