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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Das Autorentool bei der Generierung virtueller Patienten (VPs) – virtuelle Medien in der medizinischen Ausbildung

Meeting Abstract

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  • Eva Schönefeld - St-Franziskushospital, Gefäßchirurgie, Münster
  • Giovanni Torsello - St-Franziskushospital, Gefäßchirurgie, Münster

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch218

DOI: 10.3205/12dgch218, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch2186

Published: April 23, 2012

© 2012 Schönefeld et al.
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Einleitung: In Zusammenarbeit mit der Software-Firma Inmedea GmbH aus Tübingen und de Uniklinikum Münster wird die studentische Ausbildung um interaktive Elemente erweitert. Das eLearning wird für Studierende der Humanmedizin etabliert. Hier findet sich unter der Internetadresse: http://www.inmedea-simulator.net/med/scene/entry die Simulation eines Klinikums, an dem man Patienten in verschiedenen Fachdisziplinen diagnostizieren und einen Therapieplan erstellen kann. Diese Innovation dient der Förderung von Entscheidungsfindungsprozessen und kommunikativen Kompetenzen unter den Studierenden. Die Firma Inmedea stellt einen Autorentool zur Verfügung, der es dem Centrum für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie (CVEC) ermöglicht, gefäßmedizinische Fälle zu generieren.

Material und Methoden: Das eLearning wird durch einen Simulator verbessert, der eine web-basierte Plattform zur medizinischen Aus-, Fort- und Weiterbildung beinhaltet. Dem Studenten der Humanmedizin ist es möglich, interaktiv und systematisch auch von zu Hause aus Grundlagen- und Fachwissen zu erwerben. Entsprechend dem Konsum und der Nutzung von PC-Spielen ist es visuell und spielerisch möglich, medizinische Entscheidungen zu treffen; und dazu ein Feed-back zu erhalten. Dadurch kann eigenständiges Lernen im Gegensatz zum passiven Wissenserwerb in Vorlesungen stattfinden. Hier kann Text-, Audio- und visuelles Material aller Fachdisziplinen einfliessen, was insbesondere beim multimorbiden Gefäßpatienten von grosser Relevanz ist.

Ergebnisse: Auf dem Boden dieser Simulation ist es uns in unserer Gefäßchirurgischen Klinik möglich geworden, authentische Fallbeispiele aus dem Klinikalltag heraus in die virtuelle Klinik zu platzieren. Gefäßchirurgische Krankheitsbilder, speziell akute Formen, gewinnen im studentischen Lernprozess an Bedeutung und werden differentialdiagnostisch bedacht. Zum Beispiel der Rückenschmerz beim symptomatischen Bauchaortenaneurysma mit der Option orthopädischer, interner und neurologischer Implikationen. Oder auch die Differentialdiagnose des Schwindels, die vaskulär auf dem Boden einer Carotisstenose entstehen kann.Der interaktive Autorentool bietet für die Generierung von Patientenfällen eine Brückenbildung zwischen klinischer Tätigkeit und Dozentenarbeit. Dem Medizinstudent werden ähnlich wie Live-Cases in den operativen Fächern klinisch relevante Sachverhalte vermittelt. Zusätzlich wird der Inhalt im Rahmen eines „Blended-Learning“-Szenarios in Kleingruppen vermittelt. Anhand des von Huwendieck et al. 2010 erarbeiteten Lernmodells erfolgt in Fallseminaren die Wissensvermittlung.

Schlussfolgerung: Die Zufriedenheit der Studierenden konnte gesteigert werden, und ist anhand der Lehrevaluation ersichtlich.