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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Minimalinvasive Dekompression chronischer subduraler Hämatome über Duisburger Hohlschrauben – Therapeutischer Erfolg und Patientenzufriedenheit

Meeting Abstract

  • Sandro Krieg - Klinikum rechts der Isar, Neurochirurgische Klinik und Poliklinik, München
  • Fanny Aldinger - Klinikum rechts der Isar, Neurochirurgische Klinik und Poliklinik, München
  • Jürgen Kreutzer - Klinikum rechts der Isar, Neurochirurgische Klinik und Poliklinik, München
  • Bernhard Meyer - Klinikum rechts der Isar, Neurochirurgische Klinik und Poliklinik, München

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch408

DOI: 10.3205/11dgch408, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch4087

Published: May 20, 2011

© 2011 Krieg et al.
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Text

Einleitung: Das chronische subdurale Hämatom stellt eines der häufigsten neurochirurgischen Krankheitsbilder überhaupt da. Aufgrund dieser Tatsache wie auch der bekannten häufigen Therapieresistenz dieser Erkrankung und der oft einhergehenden Komorbiditäten der betroffenen Patienten ist eine optimale Therapie noch immer nicht standardisiert.

Material und Methoden: In einer retrospektiven Analyse wurden 297 Patienten mit chronischem subduralem Hämatom untersucht, welche als primäre Therapie mittels in Lokalanästhesie eingebrachter Duisburger Hohlschraube entlastet wurden. Der primäre Therapieerfolg wurde anhand der prä- und postoperativen CT-Bildgebung sowie der Rate möglicher Folgeeingriffe erhoben. Ebenfalls wurden Korrelationen von Therapieerfolg und Rezidivrate im Hinblick auf mögliche prädisponierende Faktoren wie gerinnungshemmende Medikation, Entzüdungsparameter, Septierung und Alter der Patienten untersucht. Darüber hinaus erfolgte die Befragung aller Patienten mittels Fragebogen zu Lebensqualität und subjektivem Erleben des Eingriffes.

Ergebnisse: Hierbei zeigt sich eine signifikant geringere Erfolgsrate bei Septierung der chronischen subduralen Hämatome. Schwere operationsbedingte Komplikationen konnten bei keinem der 297 Patienten erhoben werden, wenngleich der Eingriff häufig unter bestehender Thrombozytenaggregationshemmung durchgeführt wurde. Ebenfalls zeigte sich, dass die in lokaler Anästhesie durchgeführte Bohrlochtrepanation sowie das Einbringen der Hohlschraube von den Patienten gut toleriert wurden.

Schlussfolgerung: Aus diesen Daten lässt sich schließen, dass die primäre minimalinvasive Therapie chronischer subduraler Hämatome mittels Hohlschraube eine ernst zu nehmende Therapieoption in der Versorgung chronischer subduraler Hämatome darstellt. Durch die Entlastung in Lokalanästhesie ist es zudem möglich, ohne Narkose-bedingte Risiken dieses internistisch oft multipel erkrankte Patientenkollektiv zügig zu therapieren.