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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Resektionsrate von Lungenkarzinomen mittels anatomischer Resektion in Deutschland und im internationalen Vergleich

Meeting Abstract

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  • Sebastian Angenendt - Kliniken der Stadt Köln, Krankenhaus Merheim, Lungenklinik, Köln
  • Erich Stoelben - Kliniken der Stadt Köln, Krankenhaus Merheim, Lungenklinik, Köln

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch041

DOI: 10.3205/11dgch041, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch0412

Published: May 20, 2011

© 2011 Angenendt et al.
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Einleitung: Die Resektion eines Lungenkarzinoms stellt die Therapieoption mit der günstigsten Prognose dar. Die Resektion mittels möglichst parenchymsparender Resektion sollte daher angestrebt werden. Ziel ist, die Resektionsquote und die Erfahrung pro Zentrum als Qualitätsindikator für die Versorgung der Patienten darzustellen.

Material und Methoden: Über eine Literaturrecherche und über eine Anfrage beim Statistischen Bundesamt wurden die verfügbaren Daten verglichen und ausgewertet. Für Deutschland wurden die Resektionen bei LC von 2005–2008 durch die Daten des statistischen Bundesamtes entsprechend der Resektionshäufigkeit unterteilt.

Ergebnisse: 2005–08 wurden in Deutschland insgesamt 39872 anatomische Resektionen bei Bronchialkarzinom durchgeführt. In dieser Zeit wurden beim Bronchialkarzinom 7,11% Segmentresektionen, 76,82% Lobektomien, davon 7,91% Bronchusmanschettenlobektomien und 16,06% Pneumonektomien durchgeführt. 60% der Lobektomien werden in Kliniken durchgeführt, die mehr als 50 Lobektomien /Jahr durchführen. Pneumonektomien werden in mehr als 40% der Fälle in Kliniken durchgeführt, die weniger als 15 Pneumonektomien / Jahr durchführen. Die Resektionsquote liegt damit bei ca. 21%. Die Letalität nach Lobektomie steigt in Abhängigkeit von der Fallzahl von 2,5% bei >75 Lobektomien /Jahr auf 5% bei <15 Lobektomien /Jahr.

Tabelle 1 [Tab. 1]

Schlussfolgerung: Die Resektionsrate ist im internationalen Vergleich akzeptabel. Aufgrund der klinischen Stadienverteilung der Lungenkarzinome würde man mit einer Resektionsquote von etwa 30% rechnen. Die Resektionshäufigkeit in Deutschland würde die Bildung von 100 Lungenkrebszentren (DKG) erlauben. Die Abhängigkeit der postoperativen Letalität von der Erfahrung unterstützt ebenfalls einen Schwellenwert von 100 anatomischen Resektionen pro Jahr.