gms | German Medical Science

128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Definitive Radiochemotherapie versus trimodale Behandlung mit Resektion im Stadium III

Meeting Abstract

Search Medline for

  • Aris Koryllos - Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Lungenklinik Merheim, Köln
  • Corinna Ludwig - Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Lungenklinik Merheim, Köln
  • Erich Stoelben - Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Lungenklinik Merheim, Köln

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch035

DOI: 10.3205/11dgch035, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch0354

Published: May 20, 2011

© 2011 Koryllos et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: In 90% der Fälle findet sich ein vitaler Resttumor nach Radiochemotherapie, der zu einem lokoregionären Rezidiv führen kann. Die Bedeutung der Resektion von Resttumor nach Radiochemotherapie im Stadium IIIA und IIIB wird aber kontrovers diskutiert. Wir vergleichen zwei Zeitperioden mit Radiochemotherapie bzw. geplanter trimodaler Therapie, um die Ergebnisse innerhalb eines Behandlungsteams zu prüfen und das zukünftige Konzept festzulegen.

Material und Methoden: Retrospektive Analyse der Daten von 206 Patienten im Stadium IIIA und IIIB ohne Pleurakarzinose und mit einem primär kurativen Ansatz. Die erste Gruppe (96 Patienten wurden zwischen 2001 und 2004 mit einer definitiven Radiochemotherapie behandelt. In der zweiten Gruppe wurden 110 Patienten (2005 bis 2008) für eine trimodale Therapie geplant. Analysiert werden die Ergebnisse nach Behandlungsintention.

Ergebnisse: In der ersten Gruppe war 26 Frauen und 76 Männer, in der zweiten 33 Frauen und 77 Männer. Die Alterverteilung war 38 bis 78 Jahre in der ersten und 43 bis 81 Jahre in der zweiten Gruppe. In der ersten Gruppe hatten 27 Patienten das Stadium IIIA und 69 das Stadium IIIB. In der Gruppe der trimodalen Therapie waren 63 IIIA und 47 IIIB Patienten. Die Resektionsrate lag bei 50% (R0-resektion: 92,7%). In 10 von 55 Patienten (18,2%) war eine Pneumonektomie notwendig. Resttumor konnte nachgewiesen werden in der Lunge in 91% der Fälle und in den Lymphknoten in 69% der Fälle. Die mediane Überlebenszeit war 458 Tage in der Gruppe nach Radiochemotherapie und 476 Tage in der Gruppe nach geplanter trimodaler Behandlung. Die 5-JÜLR lag bei 15% vs 24%.

Schlussfolgerung: Auffallend war, dass die Überlebenskurven in den ersten 2 Jahren ähnlich verlaufen. Erst danach zeigt sich ein Vorteil für die Gruppe der trimodalen Behandlung, obwohl die Resektionsrate bei nur 50% liegt. Die 5-JÜLR spricht für die Resektion des Resttumors nach einer neo-adjuvanten Radiochemotherapie in unserem Behandlungsteam.