gms | German Medical Science

127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Outcome beim cholangiozellulärem Karzinom (CCC) nach operativer Versorgung – Analyse des eigenen Krankenguts von 2003–2008

Meeting Abstract

  • Sonja Hartmann - Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Martin Angele - Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Markus Rentsch - Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Christian Graeb - Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Frank Kolligs - Klinikum Großhadern, LMU München, Medizinische Klinik II, München, Deutschland
  • Ralf Hoffmann - Klinikum Großhadern, LMU München, Institut für Klinische Radiologie, München, Deutschland
  • Karl-Walter Jauch - Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Christiane J. Bruns - Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch669

DOI: 10.3205/10dgch669, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch6693

Published: May 17, 2010

© 2010 Hartmann et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Das cholangiozelluläre Carcinom (CCC) ist ein eher seltener lebereigener Tumor, der eher im höheren Lebensalter auftritt. Trotz operativer R0-Resektion ist sowohl bei intra- als auch extrahepatischem CCC (Klatskin-Tumor) die Rezidivrate hoch, so dass alternative Therapien diskutiert werden.

Material und Methoden: Von 2003 bis 2008 wurden 40 Patienten CCC an der Chirurgischen Klinik und Poliklinik, Klinikum Großhadern, LMU München operativ versorgt. Folgende Parameter wurden erfasst: Bilirubin, alkalische Phosphatase, Transaminasen, CEA, CA 19–9 sowie AFP prä- und postoperativ, Tumorstadium entsprechend der UICC/AJCC Klassifikation 2002, Ausmaß der Operation, Komorbidität und postoperative Komplikationen.

Ergebnisse: Bei einem Durchschnittsalter lag bei 63+12,2 Jahre. Die mit 55% (n=22) häufigste Operation war die Hemihepatektomie, gefolgt von der Hepatikusgabelresektion mit 15% (n=6). Eine zentrale Resektion wurde bei 7,5% (n=2) der Patienten durchgeführt. 53% der Patienten hatten ein intrahepatisches CCC, bei 47% lag ein Klatskin-Tumor in der Regel Bismuth Typ IIIa/b vor. Bei 41% der Patienten lag ein pT3-, bei 29% ein pT2-Stadium vor. Von insgesamt 180 entfernten Lymphknoten aus dem Lig. hepatoduodenale (durchschnittlich n=7) waren 7% (n=13) befallen. Eine R0-Resektionrate lag bei 72,2% (n=29). Zu den Komplikationen zählten Gallelecks (25%, n=10) sowie postoperative Nachblutungen (n=3). Die 30-Tage Letalität lag bei 5% (n=2) bedingt durch Multiorganversagen. Bei 13/40 Patienten erfolgte postoperativ eine adjuvante Nachbehandlung: Chemotherapie (n=5), Radio-Chemotherapie (n=5), isolierte Strahlentherapie (n=3). Derzeit ist bei 7 Patienten (17,5%) das Auftreten eines Rezidivs im Zeitraum von 2 bis 15 Monaten postoperativ bekannt.

Schlussfolgerung: Im eigenen Krankengut wurden die meisten Patienten in eher fortgeschrittenem Tumorstadium mit ausgedehnteren Operationen behandelt. Perioperativ verstarben 2 Patienten, die Gesamtkomplikationsrate lag bei 32,5% (13 Patienten). Bei bekannter hoher Rezidivrate nach kurzer Zeit trotz initial kurativer operativer Behandlung sind alternative Therapien zu diskutieren. Das progressionsfreie Überleben sollte mit alternativen Therapien, insbesondere der SIRT (selekcive internal radiation therapy), verglichen werden.