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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Plastische Kombinationseingriffe nach massiver Gewichtsreduktion

Meeting Abstract

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  • Michaela Montanari - Kaiserswerther Diakonie, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Düsseledorf, Deutschland
  • Andreas Arens - Kaiserswerther Diakonie, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Düsseledorf, Deutschland
  • Jutta Liebau - Kaiserswerther Diakonie, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Düsseledorf, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch473

DOI: 10.3205/10dgch473, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch4733

Published: May 17, 2010

© 2010 Montanari et al.
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Einleitung: Wir haben von 01/2007 bis 03/2009 38 Patienten nach massiver Gewichtsreduktion operiert bei denen eine Indikation zum klassischen Bodylift vorlag. Ebenso führten wir die verschiedenen Straffungsoperationen, die im Bodylift kombiniert werden neben weiteren Straffungsoperationen wie der Brust- und Oberamstraffung zeitlich versetzt als Einzeleingriffe durch. Falls notwendig erfolgte zunächst eine Verbesserung des Körperkontur durch Liposuction.

Material und Methoden: Es wurden 38 Patienten operiert, 10 männlich und 28 weiblich. Das Durchschnittsalter lag bei 28,8 Jahren. Die Patienten wiesen einen durchschnittlichen Gewichtsverslust von 55,8 kg auf. Insgesamt wurden 116 Operationen durchgeführt.

Ergebnisse: 8 Patienten erhielten ein klassisches Bodylift, 12 Patienten eine beidseitige Oberschenkel– und Oberarmstraffung, 26 Patienten eine Abdominoplastik. Eine Straffung der Flanken- und Glutealregion erfolgte 2 mal, der Brust 20mal, Durchschnittlich erfolgten 3 Operationen/Patient. Das Intervall zwischen den einzelnen Eingriffen lag im Mittel bei 5,3 Monaten. Die durchschnittliche stationäre Verweildauer lag bei 6,5 Tagen. Patienten mit Bodylift verweilten im Mittel 15,75 Tage Patienten mit zeitlich versetzten Einzeleingriffen 5,4 Tage lag.

Schlussfolgerung: Die Durchführung mehrerer Einzeloperationen im zeitlichen Intervall beruht medizinisch im Wesentlichen auf einer Verringerung des perioperativen Komplikationsrisikos neben einer zügigeren Rekonvaleszenz bei kurzen Operationzeiten im Vergleich zum Bodylift. Unter ökonomischen Aspekten steht beim Bodylift ein hoher Ressourcenverbrauch bei unzureichendem DRG-Erlös im Vordergrund. Bei Aufsplittung in Einzeleingriffe ergeben sich insgesamt höhere Erlöse. Dennoch stellt das Bodylift für eine bestimmte Befundkonstellation die Methode der Wahl dar. Die Indikation zum Bodylift ist gegenüber der Entscheidung zu schrittweise durchzuführenden Einzeleingriffen im Falle abzuwägen.