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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Detektion von Typ II-Endoleaks nach endovaskulärem Aortenrepair (EVAR) von Aortenaneurysmen: Vergleich zwischen MR-Angiographie mit dem Blood-Pool-Kontrastmittel Gadofosveset und der Zweiphasen CT-Angiographie

Meeting Abstract

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  • Gero Wieners - Universitätsklinikum, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Magdeburg, Deutschland
  • Frank Meyer - Universitätsklinikum Magdeburg, Klinik für Allgemein-, Viszeral- & Gefäßchirurgie, Magdeburg, Deutschland
  • Zuhir Halloul - Universitätsklinikum, Klinik für Allgemein-, Viszeral- & Gefäßchirurgie, Magdeburg, Deutschland
  • Maciej Pech - Universitätsklinikum, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Magdeburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch426

DOI: 10.3205/10dgch426, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch4262

Published: May 17, 2010

© 2010 Wieners et al.
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Einleitung: Ziel dieser prospektiven Studie war die Evaluation der Wertigkeit der MR-Angiographie (MRA) mit Blood-Pool-Kontrastmittel (Gadofosveset) in der Detektion von Endoleaks nach endovaskulärem Aortenrepair (EVAR) im Rahmen des postoperativen Follow-ups im Vergleich zur CT-Angiographie (CTA)

Material und Methoden: 32 Patienten mit EVAR wurden in die Studie zum Ausschluss von Typ-II Endoleaks eingeschlossen. Alle Patienten mit EVAR wurden in kurzem Abstand mittels Zweiphasen-CTA und MRA im arteriellen First-Pass und Steady-State-Phase untersucht. Die Hypothesen waren, dass 1. die MRA mit Gadofosveset in der Detektion von Typ-II-Endoleaks nicht schlechter als die CTA ist und 2. der CTA in der Detektion von Typ-II-Endoleaks überlegen ist.

Ergebnisse: Das durchschnittliche Alter der 32 Patienten lag bei 76 Jahren (64–86 Jahre). Die mediane Follow-up Zeit nach EVAR betrug 6 Monate (0,5–44 Monate). Während bei 11 Patienten in der CTA (34,4%) ein Endoleak nachweisbar war, wurden in der MRA bei 26 Patienten ein KM-Austritt im Sinne eines Endoleaks gefunden (81,2%). Alle Endoleaks der CTA waren auch in der MRA nachweisbar. Hierbei zeigte sich bereits für die in der CTA gefunden Endoleaks ein signifikanter Unterschied im Verlauf der Aneurysmadurchmesser zu den Patienten ohne Endoleaknachweis (p=0,042). Dieser Unterschied stellte sich in der MRA noch deutlicher dar (p=0,007). Wenn kein Endoleak in der MRA nachweisbar war lag die mediane Größenreduktion bei 0,6cm bei einem medianen Follow-up von 3 Monaten. In der Gesamteinschätzung von Bildqualität und diagnostischer Genauigkeit wurde die CTA in 6,3% (n=2) als überlegen und in 28,1% (n=9) als gleichwertig eingeschätzt, jedoch in 65,6% (n=21) wurde die MRA als überlegen angesehen

Schlussfolgerung: In dieser Studie konnte festgestellt werden, dass die MRA mit Gadofosveset, bei gleichzeitiger vermeidbarer Strahlenexposition, eine höhere Sensitivität für die Detektion von Typ-II Endoleaks als die CTA hat.