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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Ergebnisse der chirurgischen Therapie des primären Hyperaldosteronismus

Meeting Abstract

  • Jens Waldmann - Universitätsklinikum Marburg, Visceral-Thorax- und Gefäßchirurgie, Marburg, Deutschland
  • Lisa Maurer - Universitätsklinik Marburg, VTG-Chirurgie, Marburg, Deutschland
  • Volker Fendrich - Universitätsklinikum Marburg, Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Marburg, Deutschland
  • Peter H. Kann - Universitätsklinik Marburg, Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Marburg, Deutschland
  • Anette Ramaswamy - Universitätsklinik Marburg, Pathologie, Marburg, Deutschland
  • Detlef Klaus Bartsch - Philipps- Universität Marburg, Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Marburg, Deutschland
  • Peter Langer - Universitätsklinik Marburg, Visceral-Thorax- und Gefäßchirurgie, Marburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch396

DOI: 10.3205/10dgch396, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch3969

Published: May 17, 2010

© 2010 Waldmann et al.
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Einleitung: Primärer Hyperaldosteronismus (PHA) ist die häufigste endokrinologische Ursache für arterielle Hypertonie. Wir haben unsere Ergebnisse laparoskopischer Adrenalektomie (LA) mit dem Ziel anaylsiert klinische und laborchemische Parameter zu identifizieren, die eine erfolgreiche Behandlung prognostizieren.

Material und Methoden: Vierundfünfzig Patienten mit PHA wurden in der Zeit zwischen 1993 und 2009 adrenalektomiert (49) oder partiell reseziert (5). Die statistische Auswertung (univariat und multivariat) der klinischen und laborchemischen Parameter prä-und postoperativ erfolgte mit SPSS 15.0.

Ergebnisse: Dreißig Frauen und 24 Männer wurden mit einem mittleren Alter von 52±13Jahren und einer im Mittel seit 100±83Monaten vorbestehenden arteriellen Hypertonie laparoskopisch adrenalektomiert. Eine Hypokaliämie (3,2±0,64mmol/l) lag bei 47/54 Patienten vor. Postoperativ waren zwanzig Patienten ohne antihypertenisve Medikamente normoton, 20 Patienten benötigten weniger Medikamente und bei 14 Patienten hatte die LA keine messbaren Effekte. Der postoperative Blutdruck war deutlich niedriger (134±14/80±7mmHg) als präoperativ(170±31/98±15mmHg). Bei 30% der Patienten mit einem Adenom fand sich histologisch eine Hyperplasie der Nebennierenrinde. Die univariate Analyse ergab, daß Patienten mit persistierenden Hypertonus älter und schwerer waren, eine höhere Anzahl antihypertensiver Medikamente und eine längeres Vorbestehen der arteriellen Hypertonie aufwiesen. In der multivariaten Analyse waren weibliches Geschlecht, ein erhöhtes Serumkreatinin, mehr als 4 Antihypertensiva und ein Vorbestehen der Hypertonie von mehr als 9 Jahren unabhängige Prädiktoren für einen persistierenden Hypertonus.

Schlussfolgerung: Patienten, die mehrere der unabhängigen Prädiktoren erfüllen, profitieren eventuell nicht von einer LA. Eine Nebennierenrindenhyperplasie ist beim Conn-Adenom häufig.