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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Wo liegen Gründe für prognoseverschlechternden Zeitverlust beim ruptuierten Aortenneurysma?

Meeting Abstract

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  • Anke Gabler - Paul Gerhardt Stift, MVZ – Chirurgie, Lutherstadt Wittenberg, Deutschland
  • Helmut Zühlke - Paul Gerhardt Stift, MVZ – Chirurgie, Lutherstadt Wittenberg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch380

DOI: 10.3205/10dgch380, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch3801

Published: May 17, 2010

© 2010 Gabler et al.
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Einleitung: Trotz Fortschritten in Diagnostik und Therapie des abdominellen Aortenaneurysmas zeigt sich das statistische Ergebniss hinsichtlich des Überlebens nach wie vor schlecht. Aus der Datenanalyse ergibtsich die Frage, wo die Gründe für die schlechte Prognose bz. prognoseverschlechternde Zeitverluste liegen.

Material und Methoden: Epidemiologische Studien geben die Prävalenz des AAA ab einem Alter von 60 Jahren für Männer mit 2,6 und bei Frauen mit 0,55% an. Auch Sektionsstatistiken bestätigen eine Erkrankungshäufigkeit bei 2%. Eine norwegische Ultraschallstudie dagegen kann belegen, dass kleine AAA mit 5,8% und große Aneurysmen mit 2,4% bei Männern ab dem 60. Lj. wesentlich häufger auftreten, als bisher vermutet wurde. Verbunden mit dem kontinuierlichen Anstieg des durchschnittlichen Lebensalters ist in den nächsten zehn Jahren ein erheblicher Anstieg der Diagnose – Aortenaneurysma – zu erwarten. Die unspezifische Symptomatik bedingt bei inital vielfach unbekannter Diagnose eine Zuweisung in diagnostik- und therapieunerfahrene Fachabteilungen, was unweigerlich zu dramatischen Zeitverlusten führt. Eine dänische Ultraschallstudie schloss 12.693 Männer mit einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 52 Monaten in ein Screening ein.

Ergebnisse: Die Studie konnte belegen, dass die frühzeitige Diagnose zu einer Erhöhung elektiver Eingriffe und damit zu einer Senkung der krankheitsspezifischen Mortalität führte.

Schlussfolgerung: Ein effizientes Screeningprogramm sollte den ersten Schritt zur Letaitätssenkung in der Behandlung des AAA darstellen.