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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Langzeitergebnisse der laparoskopischen versus konventionellen Sigmaresektion bei der unkomplizierten Sigmadivertikulitis

Meeting Abstract

  • Nick Butz - RWTH Aachen, Chirurgische Klinik, Aachen, Deutschland
  • Stefan Willis - Klinikum Ludwigshafen, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Unfallchirurgie, Ludwigshafen, Deutschland
  • Son Truong - Universitätsklinkum der RWTH Aachen, Chirurgische Universitäts- und Poliklinik, Aachen, Deutschland
  • Volker Schumpelick - Universitätsklinkum der RWTH Aachen, Chirurgische Klinik und Poliklinik, Aachen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch295

DOI: 10.3205/10dgch295, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch2950

Published: May 17, 2010

© 2010 Butz et al.
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Einleitung: Diese Nachuntersuchung erfolgte zur Überprüfung der postulierten Unterschiede bzgl. Höhe der Anastomose und Rezidivrate, Stenoserate der laparoskopischen und der offenen Technik der Sigmaresektion bei unkomplizierter Sigmadivertkulitis.

Material und Methoden: 70 Patienten, die zwischen 1994 und 2003 wegen einer rezidivierten Sigmadivertikulitis Stadium I–IIa elektiv operiert wurden, wurden auf freiwilliger Basis mittels einer Sigmoidoskopie nachuntersucht (36 laparoskopisch, 34 konventionell). Es interessierten Alter, Geschlecht, Höhe der Anastomose und die Resektatlänge, sowie eine mögliche Stenose der Naht, entsprechend vorausgegangene Dilatationen und ein Rezidiv.

Ergebnisse: Bei der laparoskopischen Gruppe lag die Höhe der Anastomose im Median bei 15,2 cm und die Resektatlänge bei 18cm. Rezidive traten bei 2,8% auf. In 11,1% musste mindestens einmal postoperativ eine Dilatation der Naht durchgeführt werden. Bei den konventionell operierten lag die Höhe der Anastomose bei 16,9 cm und die Resektatlänge bei 18,6 cm. Die Rezidivhäufigkeit lag bei 2,9%. Eine Dilatation musste in 8,8% der Patienten durchgeführt werden.

Schlussfolgerung: Anastomosenhöhe und Resektatlänge unterscheiden sich im Vergleich der laparoskopischen und der konventionellen Sigmaresektion nicht signifikant voneinander (Wilcoxon Test/Signifikanzniveau 5%). Die Rate postoperativer Anastomosenstenosen ist unabhängig von der Operationstechnik, d.h. nicht signifikant unterschiedlich. Auch die Häufigkeit der Rezidive mit Notwendigkeit einer erneuten Resektion ist nicht unterschiedlich. Wir finden in unserem Kollektiv im Gegensatz zur Annahme in der Literatur keine signifikant tieferen Anastomosen bei der laparoskopischen Sigmaresektion und gleichfalls keine höheren Rezidivraten nach offener Sigmaresektion, ebenso keine höheren Stenoseraten nach laparoskopischem Vorgehen.