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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Einfluss moderner Chemotherapie auf den Verlauf der Peritonealkarzinose kolorektaler Tumore

Meeting Abstract

  • Jörg Pelz - Universitätsklinik Würzburg, Allgemeinchirurgie, Würzburg, Deutschland
  • Alexander Kerscher - Universitätsklinikum Würzburg, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie, Würzburg, Deutschland
  • Jörg Dörfer - Universitätsklinik Würzburg, Allgemeinchirurgie, Würzburg, Deutschland
  • Christoph-Thomas Germer - Universtitätsklinikum Würzburg, Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Würzburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch294

DOI: 10.3205/10dgch294, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch2944

Published: May 17, 2010

© 2010 Pelz et al.
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Einleitung: Zytoreduktive Chirurgie, kombiniert mit der Hyperthermen Intraperitonealen Chemotherapie (HIPEC) zeigt gute Langzeitergebnisse bei Patienten mit Peritonealkarzinose nach kompletter Zytoreduktion. Allerdings sind diese Patienten stark selektioniert, einenen randomisierten vergleich dieser beiden Methoden fehlt derzeit.

Material und Methoden: Basierend auf einer prospektiven Datenbank wurden 201 Patienten mit einer PC eines KK analysiert. Hiervon konnte bei 149 Patienten eine retrospektive Überprüfung auf potentielle Operabilität und die Möglichkeit einer hyperthermen intraperitonealen Chemoperfusion durchgeführt werden. Von den potentiellen „HIPEC-Kandidaten“ wurde das Überleben in Abhängigkeit der systemischen Chemotherapie mittels der medianen Überlebenszeit untersucht. Die systemische Therapie wurde dabei in drei Gruppen unterteilt: Gruppe 1: keine systemische Chemotherapie, Gruppe 2: Chemotherapie mit 5FU und Leukovorin, Gruppe 3: Kombinationschemotherapie.

Ergebnisse: Von den 149 Patienten waren 53 Patienten potentielle HIPEC Kandidaten. Das mediane Gesamtüberleben betrug 22 Monate verglichen mit nur 12 Monaten, bei denen Patienten (n=96) die als nicht operabel eingestuft worden sind (p<0.0001). Von den 53 Patienten wurden 15 Patienten nicht chemotherapiert, 20 Patienten mit 5FU/L und 18 mit einer Kombinationschemotherapie behandelt. Das mediane Überleben dieser Patienten betrug 18, 22 und 30 Monate (p<0.02).

Schlussfolgerung: Ebenso wie für die CS und HIPEC kann eine positive Selektion für die Patienten mit palliativer systemischer Chemotherapie durchgeführt werden. Potentielle „HIPEC-Kandidaten“ die mittels moderner Kombinationschemotherapie behandelt wurden, zeigen ein medianes Überleben von 30 Monaten. Eine chirugische Intervention ist somit nur gerechtfertigt, wenn bei diesen Patienten ein besseres medianes Überleben erreicht werden kann.