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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Prognostische Faktoren nach Leberresektion kolorektaler Metastasen: eine Analyse von 264 operierten Patienten

Meeting Abstract

  • Oliver Drognitz - Universitätsklinik Freiburg, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Freiburg, Deutschland
  • Hannes Neeff - Universitätsklinik Freiburg, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Freiburg, Deutschland
  • Andrea Klock - Universitätsklinik Freiburg, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Freiburg, Deutschland
  • Ulrich Theodor Hopt - Universitätsklinikum Freiburg, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Freiburg, Deutschland
  • Frank Makowiec - Universitätsklinik Freiburg, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Freiburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch278

DOI: 10.3205/10dgch278, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch2786

Published: May 17, 2010

© 2010 Drognitz et al.
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Einleitung: Die Resektion von Lebermetastasen hat aufgrund guter Ergebnisse einen festen Platz in der Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms erreicht. Die Kenntnis prognostischer Parameter spielt eine wichtige Rolle ob und wann im Rahmen der multimodalen Therapie operiert werden soll. Wir evaluierten daher unsere Überlebensdaten nach Leberresektion bezüglich prognostischer Faktoren.

Material und Methoden: Von 264 Patienten nach Erstresektion kolorektaler Metastasen konnte der Langzeitverlauf ermittelt werden. Die Überlebensanalysen erfolgte anhand der Kaplan-Meier- und der Cox-Methode.

Ergebnisse: Eine Hemihepatektomie/erweiterte Hemihepatektomie erfolgte in 54%. In 88% wurde eine R-0-Situation erzielt. Das 5-Jahresüberleben (5-JÜL) der Gesamtgruppe betrug 44%. Signifikante univariate Risikofaktoren für schlechteres 5-JÜL waren ein positiver Resektionsrand (5-JÜL 34% vs 45%, p=0,001), Metastasen ≥3cm (5-JÜL 39% vs 52%, p=0,004), das Vorliegen von mehr als einer Metastase (5-JÜL 39% vs 50%, p=0,009) und ein CA19-9- bzw. CEA-Wert > 100 bzw. >200 (5-JÜL 30% vs 47%, p=0,03). Einen Trend zu schlechterem 5-JÜL zeigten LK-positive Primärtumore und weibliches Geschlecht.

In der multivariaten Analyse waren die R-Situation (p=0,02), die Metastasengrösse (p<0,001) und -zahl (p=0,006) sowie erhöhte Tumormarker (p<0,01) signifikante unabhängige Risikofaktoren. Eine neoadjuvante Chemotherapie (15% der Patienten) hatte keinen unabhängigen Einfluss auf das Überleben. Allerdings wiesen diese Patienten häufiger mehr und grössere Metastasen auf.

Schlussfolgerung: Bei Erreichung einer R-0-Resektion ist die Prognose nach einer Leberresektion erfreulich gut. Ermittelte prognostische Faktoren sollten im multimodalen Konzept berücksichtigt werden um für den einzelnen Patienten die optimale Therapieform (z B. neoadjuvante Chemotherapie oder sogar Verzicht auf eine Operation) planen zu können.