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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Lanzeitergebnisse bei der chirurgischen Therapie von Dünndarmtumoren

Meeting Abstract

  • Christine Wurst - Universitätsklinikum Jena, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Jena, Deutschland
  • Utz Settmacher - Universitätsklinikum Jena, Klinik für Allgemein-, Viszeral-u. Gefäßchirurgie, Jena, Deutschland
  • Annelore Altendorf-Hofmann - Universitätsklinikum Jena, Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Jena, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch277

DOI: 10.3205/10dgch277, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch2777

Published: May 17, 2010

© 2010 Wurst et al.
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Einleitung: Dünndarmtumoren (DDT) sind insgesamt sehr selten. Pro 100 000 Einwohner ist in einem Jahr mit 1 - 2 Neuerkrankungen zu rechnen. Etwa 90 % der Läsionen sind maligne.

Material und Methoden: Eine konsekutiven Serie von DDTs, die von 01.01.1994–30.06.2009 in unserer Klinik behandelt wurden standardisiert dokumentiert. Alle Patienten wurden bis zum 01.09.2009 oder bis zu Ihrem Tod hinsichtlich Lifestatus und Tumorstatus nach beobachtet.

Ergebnisse: Der Altersmedian(70 Männer, 48 Frauen) betrug 60 Jahre. Maligne (111) waren 37 neuroendokrine Tumoren (NET), 32 Adenokarzinome, 25 GIST, 7 maligne Lymphome, 3 Sarkome, 1 malignes Schwannom, 1 primitiver neuroektodermalen Tumor, 1 peripherer neuroektodermalen Tumor, 1 Plattenepithelkarzinom, 1 pleomorphes Karzinom, zwei malignen Neoplasien NOS. Benigne waren 3 Adenome, 2 Leiomyome, 1 Hämangiom und 1 benigner Tumor NOS. Bei je zwei Patienten waren M. Crohn oder Zöliakie Risikofaktoren. Symptome waren Oberbauchbeschwerden (41%), Blutung (8%) und Anämie (13%). 14% der Patienten kamen im Ileus. 51 (46%) im Stadium M1, 16 mal (20%) war die Darmwand überschritten. Nur bei 38% der Adenokarzinome und bei 50% der NETs gelang eine R0-Resektion. Günstiger waren die Möglichkeiten bei den GIST (76% R0-Resektion). Die 5-Jahresüberlebensrate bei malignem Tumor betrug 52±5%, die 10-Jahresüberlebensrate (10-JÜR) 36±6%. Von den Patienten mit benignen Dünndarmtumoren sind zwischenzeitlich 2 verstorben. Univariat bestimmten R-Klassifikation (p=0,001), M-Kategorie (p=0,001) und Morphologie des Tumors (p=0,001) die Prognose. Bei NETs, Adenokarzinomen und GIST zeigte sich eine statistisch signifikante Abhängigkeit der 10-JÜR von der R-Klassifikation (p=0,015 bzw. 0,016 bzw. 0,001).

Schlussfolgerung: Möglicherweise werden neue diagnostische Methoden wie konfokale Laserendoskopie oder PET-MR die Diagnostik vereinfachen. Durch Früherkennung wäre eine Prognoseverbesserung zu erwarten