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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Verbesserte Differenzierung von Hepatozyten-ähnlichen Zellen aus adipösen Gewebe durch epigenetische Veränderungen: möglicher Einsatz für die Zelltransplantation

Meeting Abstract

  • Claudine Seeliger - Klinikum Rechts der Isar, TUM, Unfallchirurgie, München, Deutschland
  • Marc Römer - Klinikum Rechts der Isar, TUM, Unfallchirurgie, München, Deutschland
  • Sonja Gillen - Klinikum Rechts der Isar, TUM, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Helmut Friess - Klinikum Rechts der Isar, TUM, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Ulrich Stöckle - Klinikum Rechts der Isar, TUM, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, München, Deutschland
  • Andreas Nüssler - Klinikum Rechts der Isar, TUM, Unfallchirurgie, München, Deutschland
  • Sabrina Ehnert - Klinikum Rechts der Isar, TUM, Unfallchirurgie, München, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch168

DOI: 10.3205/10dgch168, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch1687

Published: May 17, 2010

© 2010 Seeliger et al.
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Einleitung: Wegen geringer Spenderorgane, fokussiert sich die Wissenschaft auf Alternativen wie die Zelltransplantation. Es werden Hepatozyten-ähnliche Zellen aus verschiedenen adulten Stammzellen oder Vorläuferzellen generiert. Ziel dieser Studie war es, die Differenzierung von Fettstammzellen (Ad-MSC) mittels epigenetischer Veränderungen zu optimieren, um die Hepatozytenfunktion und -menge für die Zelltransplantation zu verbessern.

Material und Methoden: Ad-MSCs wurden isoliert, plattiert und mittels unterschiedlichen Kombinationen von Medienzusätzen behandelt. Die generierten Hepatozyten-ähnlichen Zellen sind auf Glykogenspeicherung, Gluconeogenese und neutrale Lipide getestet worden. Weiterhin wurde die Sekretion von Harnstoff und Glucose sowie verschiedene Phase I und II Enzyme analysiert. Die Expression von pluripotency-, mesoderm- und endoderm- Markern wurde mittels RT-PCR untersucht.

Ergebnisse: Nach 14 Tagen zeigten die Zellen ähnliche morphologische Eigenschaften wie primäre Hepatozyten, akkumulierten Glykogen und Lipide. Zur Untersuchung der metabolytischen Aktivitäten sind der Harnstoff- sowie Glucosemetabolismus analysiert worden. Bei der Analyse von Phase I/II Enzymen konnten bis zu 70%ige Expressionen generiert werden. Die Verwendung von 5-Azacytidin zeigte eine signifikante Verbesserung der Differenzierung der Zellen.

Tabelle 1 [Tab. 1].

Schlussfolgerung: Unsere Arbeit zeigt, daß durch Veränderung der DNA Methylierung die Differenzierung und Hepatozytenfunktion von Ad-MSC's verbessert wird. Ferner zeigt unser Ansatz, daß aus Fettstammzellen großen Mengen an MSC's generiert werden können. Dies erlaubt einen eventuellen autologen Ansatz der Zelltherapie bei Leberdysfunktionen.

Abbildung 1 [Abb. 1].