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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Kombinierte minimal-invasive Verfahren zur Resektion benigner Magenwand-Tumore

Meeting Abstract

  • Katharina Rubach - DRK Klinikum Köpenick, Allgemein- und Visceralchirurgie, Berlin, Deutschland
  • Daniel Schubert - Universitätsklinikum Magdeburg, Universitätsklinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Magdeburg, Deutschland
  • Matthias Pross - DRK Kliniken Berlin Köpenick, Klinik für Chirurgie, Berlin, Deutschland
  • Hans Lippert - Universitätsklinikum Magdeburg, Klinik für Allgemein-,Visceral- und Gefäßchirurgie, Magdeburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch062

DOI: 10.3205/10dgch062, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch0628

Published: May 17, 2010

© 2010 Rubach et al.
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Einleitung: Benigne Magenwand-Tumore sind seltene Neoplasien des Magens. Sie zeigen eine Inzidenz von <2% aller Neubildungen dieses Organs. Die zunehmende Anwendung von endoskopischer Technik erlaubt eine frühe Diagnose. Offen-chirurgische Exzisionen waren als diagnostische und therapeutische Option mit einer großen Traumatisierung des Patienten verbunden. Diese Art der Resektion wurde durch die laparoskopische Verfahrensweise abgelöst, welche das chirurgische Zugangstrauma minimiert. Unsere Daten stellen das kombinierte laparoskopisch-endoskopische Verfahren als minimal-invasive Methode zur Resektion dieser Tumoren dar.

Material und Methoden: Das kombinierte Verfahren wurde bei 48 Patienten angewandt. Die intraoperative Endoskopie erlaubt eine präzise Lokalisation der Läsion durch direkte Visualisierung und Diaphanoskopie. Die extragastrale Wedge-Resection wurde bei Patienten mit Tumoren der vorderen Magenwand, der kleinen und großen Kurvatur verwendet. Tumoren der hinteren Magenwand, nahe des Pylorus und der Kardia, wurden durch die intragastrale Resektion exzidiert. Ein Trokar mit einem Ballon wurde in den Magen eingebracht, um den Endostapler über diesen Trokar einführen zu können.

Ergebnisse: Die kombinierte laparoskopisch-endoskopische Resektion wurde bei 48 Patienten (36 extragastral, 12 intragastral) durchgeführt. Die Tumorgröße der extragastralen Resektion betrug 41±6 mm (Spannweite: 28 bis 49 mm) und die der intragastralen Resektion 31±6 mm (Spannweite: 26 bis 47 mm). Die histopathologische Untersuchung zeigte 39 gastrointestinale Stroma-Tumore, 3 Lipome, 2 Leiomyome, 2 Adeno-Karzinome (pT1) sowie in 2 Fällen ektopes Pankreas-Gewebe.

Schlussfolgerung: Die minimal-invasive kombinierte laparoskopisch-endoskopische Resektion benigner Magenwand-Tumore ist ein sicheres Verfahren mit einer geringen Mortalität und Morbidität. Die Tumor-Lokalisation ist das Hauptkriterium zur Entscheidung für das extra- oder intragastrale Herangehen.