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126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

28.04. - 01.05.2009, München

Die ersten laparoskopischen Spendernephrektomien in Bangladesh

Meeting Abstract

  • N. Begum - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
  • L. Hennings - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
  • P. Kujath - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
  • H.-P. Bruch - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
  • P.M. Rob - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
  • C. Bürk - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 28.04.-01.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgch11670

DOI: 10.3205/09dgch641, URN: urn:nbn:de:0183-09dgch6410

Published: April 23, 2009

© 2009 Begum et al.
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Einleitung: Die laparoskopisch-assistierte Spendernephrektomie zur Nierenspende ist in Deutschland ein etabliertes Verfahren zur Entnahme der Niere beim Spender. In Bangladesh sind Lebendspenden von Verwandten erlaubt und wurden bisher nur an 2 Zentren über den offenen Zugang durchgeführt. Berichtet wird von der Kooperation unserer Klinik mit der Uni in Dhaka, Bangladesh und der Einführung o.g. Verfahrens in Bangladesh.

Material und Methoden: n.v.

Ergebnisse: Ein deutsches OP-Team reiste mit den notwendigen OP-Materialien im November 2007 nach Dhaka. Es erfolgten 3 laparoskopisch assistierte Spendernephrektomien und eine offene Nephrektomie in Zusammenarbeit mit dem lokalen OP-Team. Alle 4 Spender hatten anatomische Varianten der Gefäßversorgung und wären von dem lokalen Op-Team nicht transplantiert worden. Die OP-Zeiten waren den hiesigen vergleichbar, perioperative Komplikationen gab es keine. Ein Empfänger hatte eine frühe Abstoßung und ist mittlerweile verstorben. Die anderen 3 Patienten leben mit guter Organfunktion.

Schlussfolgerung: Die Durchführung der laparoskopisch-assistierten Entnahme erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch des lokalen, interdisziplinären Teams. Die laparoskopische Spendernephrektomie ist auch in einem der ärmsten Länder der Welt sicher und mit gutem Ergebnis durchführbar. Dieses wird als Meilenstein in der chirurgisch-technischen Entwicklung des Landes gesehen. Die positive Resonanz vor Ort, bewegte uns ein Austauschprogramm für Transplanteure und Nephrologen mit unserer Klinik zu initiieren.