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30. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2012)

11.01. - 14.01.2012, Nassfeld, Österreich

Korrektur von Narbenkontrakturen bei schwerverbrannten Kindern – Möglichkeiten und Limitationen

Meeting Abstract

  • corresponding author L.K. Branski - Klinik für Plastische, Hand und Wiederherstellungschirurgie, Medizinische Hochschule Hannover, Deutschland; Shriners Hospital for Children and University of Texas Medical Branch, Galveston, Texas, USA
  • M. Dibildox - Shriners Hospital for Children and University of Texas Medical Branch, Galveston, Texas, USA; Ross Tilley Burn Center, Sunnybrook Health Sciences Centre, University of Toronto, Canada
  • T.T Huang - Shriners Hospital for Children and University of Texas Medical Branch, Galveston, Texas, USA
  • P.M. Vogt - Klinik für Plastische, Hand und Wiederherstellungschirurgie, Medizinische Hochschule Hannover, Deutschland
  • K. Knobloch - Klinik für Plastische, Hand und Wiederherstellungschirurgie, Medizinische Hochschule Hannover, Deutschland
  • D.N. Herndon - Shriners Hospital for Children and University of Texas Medical Branch, Galveston, Texas, USA

Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. 30. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2012). Nassfeld, Österreich, 11.-14.01.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dav06

DOI: 10.3205/12dav06, URN: urn:nbn:de:0183-12dav060

Published: August 7, 2012

© 2012 Branski et al.
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Einführung: Narbenkontrakturen und -hypertrophie sind die häufigsten nach der Verbrennungsbehandlung auftretenden Komplikationen. Die Rekonstruktion dieser Kontrakturen wird in vielen Verbrennungszentren erst ab dem 2. Jahr nach Verbrennung, wenn die Narben ausgereift sind, begonnen, und in der Zwischenzeit eine konservative Therapie mit Kompressions- und Schienenbehandlung durchgeführt. Am Shriners Hospital for Children wurde seit 2002 die sekundäre Rekonstruktion von Narbenkontrakturen bereits innerhalb der ersten 12 Monate nach Verbrennung, insbesondere bei schweren funktionellen und aesthetischen Beeinträchtigungen, durchgeführt.

Patienten undMethoden: Zwischen 2004 und 2010 wurden bei insgesamt 1362 Patienten (Alter: 1 bis 21 Jahre, Mittel 9±0,3 Jahre) insgesamt 4399 rekonstruktive Eingriffe durchgeführt. Von diesen wurden insgesamt 1486 Eingriffe bei 560 Kindern in den ersten 12 Monaten nach der Verbrennung durchgeführt. .

Ergebnisse: Rekonstruktive Eingriffe der Kopf/Nackenregion und der oberen Extremität waren die am häufigsten durchgeführten Operationen in diesem Kollektiv (Tabelle 1 [Tab. 1]). Insgesamt traten Komplikationen bei 40 Patienten auf. Es konnte keine signifikante Häufung in der Gruppe der früh rekonstruierten Patienten ausgemacht werden. Wundheilungsstörungen mit Wunddehiszenz und partieller Lappenverlust waren die am meisten beobachteten Komplikationen.

Diskussion: Im pädiatrischen Patientenkollektiv kann die frühe Rekonstruktion von Verbrennungskontrakturen relativ sicher und effektiv bereits im ersten Jahr nach Verbrennung durchgeführt werden. Funktionelle Einschränkungen und erhebliche ästhetische Deformierungen können so bereits frühzeitig operativ behandelt werden.