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30. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2012)

11.01. - 14.01.2012, Nassfeld, Österreich

Einsatz von Gewebeexpandern zur Korrektur von Verbrennungsnarben: eine retrospektive Datenanalyse der letzten 17 Jahre

Meeting Abstract

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  • corresponding author M. Keck - Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Klinik für Chirurgie
  • A. Fochtmann - Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Klinik für Chirurgie
  • Th. Rath - Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Klinik für Chirurgie
  • M. Frey - Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Klinik für Chirurgie

Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. 30. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2012). Nassfeld, Österreich, 11.-14.01.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dav04

DOI: 10.3205/12dav04, URN: urn:nbn:de:0183-12dav040

Published: August 7, 2012

© 2012 Keck et al.
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Einleitung: Der Einsatz von Gewebeexpandern zur Korrektur von Verbrennungsnarben ist ein altes Verfahren in der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie. Dennoch wird es vor allem auf Grund seiner relativ hohen Komplikationsrate in der Literatur kontrovers diskutiert. Ziel dieser Studie war es, die Verwendung von Gewebeexpandern zur Korrektur von Verbrennungsnarben anhand des eigenen Patientengutes zu evaluieren.

Methoden: Eingeschlossen wurden alle 29 Patienten die zwischen 1994 und 2011 an der klinischen Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie der Medizinischen Universität Wien mit einem Gewebeexpander zur Korrektur einer Verbrennungsnarbe operiert wurden.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 76 Expander bei 29 Patienten eingesetzt. Bei 22 Expandern kam es zu Komplikationen. 17 Expander mussten auf Grund der Komplikationen vorzeitig entfernt werden. Die häufigsten Ursachen hierfür waren Infektionen (8) gefolgt von einer Perforation der Haut (4).

Diskussion: Die Verwendung von Gewebeexpandern zur Korrektur von Verbrennungsnarben zeigte im eigenen Patientengut eine relativ hohe Komplikationsrate (29%). Gründe hierfür könnten vor allen eine schlechtere Hautqualität und größere Narbenareale bei Verbrennungspatienten sein.