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28. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2010)

13.01. bis 16.01.2010, Schladming, Österreich

Organisation und pflegerische Probleme bei extrem übergewichtigen Patienten auf einer Intensivstation

Meeting Abstract

  • corresponding author Lena Kunkel - Medizinische Hochschule Hannover, Schwerstbrandverletztenzentrum, Hannover, Deutschland
  • Susanne Fock - Medizinische Hochschule Hannover, Schwerstbrandverletztenzentrum, Hannover, Deutschland
  • Andreas Wolfes - Medizinische Hochschule Hannover, Schwerstbrandverletztenzentrum, Hannover, Deutschland
  • Elke Schechert - Medizinische Hochschule Hannover, Schwerstbrandverletztenzentrum, Hannover, Deutschland
  • Hans-A. Adams - Medizinische Hochschule Hannover, Schwerstbrandverletztenzentrum, Hannover, Deutschland
  • Oliver Rennekampff - Medizinische Hochschule Hannover, Schwerstbrandverletztenzentrum, Hannover, Deutschland
  • Peter M. Vogt - Medizinische Hochschule Hannover, Schwerstbrandverletztenzentrum, Hannover, Deutschland

DAV 2010. 28. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Schladming, Österreich, 13.-16.01.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dav68

DOI: 10.3205/10dav68, URN: urn:nbn:de:0183-10dav689

Published: June 30, 2010

© 2010 Kunkel et al.
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Ziel: Extrem übergewichtige Patienten mit großflächigen Wunden, die auch intensivmedizinisch behandelt werden müssen, stellen eine neue Herausforderung an die Verbrennungszentren.

Beides erfordert einen besonders hohen Aufwand an Personal und Organisation.

Anhand von Fallbeispielen auf unsere Verbrennungsintensivstation beschreiben wir die Pflegeproblematiken und die Maßnahmen zur optimalen Versorgung von extrem übergewichtigen Patienten.

Patienten und Methoden: Wir berichten in einer Gegenüberstellung über zwei extrem übergewichtigen Patienten und möchten die unterschiedlichen Entwicklungen während ihres Aufenthaltes auf unserer Verbrennungsintensivstation aufzeigen. Die Problematik bei der Aufnahme von extrem übergewichtigen Patienten wollen wir hervorheben.

Ergebnisse: Beide Patienten waren massiv übergewichtig Pat. 1 hatte einen BMI von 65,6 (175 cm/201 kg) und Pat. 2 hatte einen BMI von 81,8 (185 cm/280 kg).

Die Übernahme solcher Patienten als auch die tägliche Pflege, Lagerung und Verbandswec hsel stellten einen vermehrten Bedarf an Personal und die dazu gehörige Organisation dar. Transportmöglichkeiten, OP-Tische, Röntgeneinrichtungen müssen auf das Gewicht ausgerichtet sein und konnten nicht in dem normalen Maße genutzt werden. Für die adäquate Therapie der Patienten verwendeten wir das spezielle Bettensystem Bari Air von KCI.

Schlussfolgerung: Wir müssen uns bewusst machen, dass in den nächsten Jahren die Versorgung von extrem übergewichtigen Patienten keine Einzelfälle mehr sein werden.

Vorausschauend geplant werden muss die Zimmergröße, Statik, Patientenlifter, OP-Tische, sanitäre Anlagen, Operationsräume und Funktionsbereiche wie Röntgen. Das derzeitige Vergütungssystem reflektiert nicht den Mehraufwand an personellen Ressourcen. Eine optimale Versorgung extrem übergewichtiger Patienten ist derzeit nur bedingt möglich, da die meisten Intensivstationen für diese Patienten nicht ausgelegt sind.