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27. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2009)

14.01. bis 17.01.2009, Leogang, Österreich

Die verzögerte Behandlung von Brandverletzungen und deren Folgen

Meeting Abstract

  • M. Möller - BG Unfallkrankenhaus Hamburg Abteilung für Handchirurgie, Plastische- und Mikrochirurgie, Zentrum für Schwerbrandverletzte
  • E. Striepling - BG Unfallkrankenhaus Hamburg Abteilung für Handchirurgie, Plastische- und Mikrochirurgie, Zentrum für Schwerbrandverletzte
  • F. Bisgwa - BG Unfallkrankenhaus Hamburg Abteilung für Handchirurgie, Plastische- und Mikrochirurgie, Zentrum für Schwerbrandverletzte
  • K. Rudolf - BG Unfallkrankenhaus Hamburg Abteilung für Handchirurgie, Plastische- und Mikrochirurgie, Zentrum für Schwerbrandverletzte

DAV 2009. 27. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Leogang, Österreich, 14.-17.01.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dav37

DOI: 10.3205/09dav37, URN: urn:nbn:de:0183-09dav378

Published: March 19, 2009

© 2009 Möller et al.
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Im Gegensatz zu vital gefährdeten Schwerbrandverletzten mit tiefgradigen, großflächigen Brandverletzungen, die ohne Verzögerung auf eine Spezialintensivstation für Brandverletzte eingeliefert werden, kommt es bei vermeintlich leichteren Brandverletzungen häufig zu einer Unterschätzung des Ausmaßes und der Schwere der Verletzung entweder durch den Patienten selbst oder den erstbehandelnden Arzt.

Anhand einer Retrospektivstudie untersuchten wir 98 Patienten, die zwischen dem 1.1.2002 und dem 31.6.2007 auf der Brandverletzennormalstation behandelt wurden.

Einschlußkriterien waren eine II°-A, II°-B, oder III° Brandverletzung mit einem über 72 Stunden verzögerten Behandlungsbeginn im Zentrum für Brandverletzte nach Trauma ohne Intensivpflichtigkeit. Untersuchungskriterien waren u.a. das Ausmaß der Verletzung, die Tiefe der Brandverletzung, die Anzahl der Operationen, die Wundinfektionsrate und die Dauer der stationären Behandlung.

Durch die entstandene Latenz in der adäquaten Behandlung kann eine Gefährdung des Patienten durch Superinfektion der Wunden, Abtiefung und eventuell ausgedehntere bzw. erst entstehende Operationspflichtigkeit der Wunden resultieren.

Für die Patienten bedeutet dies prolongierte Schmerzen, häufigere Verbandswechsel, längere Ruhigstellung der betroffenen Extremität und eine möglicherweise verbleibende Bewegungseinschränkung.

Der stationäre Aufenthalt wird verlängert, daraus resultieren erhöhte Behandlungskosten.