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Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB)

ISSN 1865-066X

Aus der AGMB

Mitteilung

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  • corresponding author Eike Hentschel - Universitätsbibliothek Kiel, Medizinische Abteilung, Kiel, Deutschland

GMS Med Bibl Inf 2011;11(3):Doc13

DOI: 10.3205/mbi000228, URN: urn:nbn:de:0183-mbi0002288

Published: December 29, 2011

© 2011 Hentschel.
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Aus der AGMB

Die AGMB-Jahrestagung 2011 wurde vom 19. bis 21. September unter dem Motto „Innovativ denken, strategisch planen, praktisch umsetzen“ von der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin in Köln ausgerichtet. Eine sehr gelungene, lebendige, abwechslungs- und inhaltsreiche Tagung mit wiederum sehr vielen Teilnehmern liegt hinter uns. An dieser Stelle sei dem Ortskomitee unter Leitung von Herrn Korwitz, Frau Eppelin und Frau Kullmer für die monatelange Vorbereitung und hervorragende Zusammenarbeit mit dem Vorstand während dieser Zeit noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön gesagt. Die Kolleginnen und Kollegen der ZBMed haben die Ausrichtung der Tagung auf sich genommen trotz der für das Haus sehr wichtigen Evaluation durch den Wissenschaftsrat, die parallel stattfand. Trotz dieser und mancher weiterer erschwerender Umstände hat am Ende alles hervorragend geklappt, was sich nach erster Auswertung auch in der Tagungsevaluation vieler Teilnehmer widerspiegelt.

Die Vorträge boten eine ausgewogene und gehaltvolle Mischung zwischen innovativen, strategischen und praktischen Ansätzen ganz im Sinne des Tagungsmottos. Im Vorfeld war von etlichen Tagungsteilnehmern ein Informationsbeitrag zu Literaturverwaltungsprogrammen gewünscht worden. Deshalb hatte der Vorstand entgegen der üblichen Gepflogenheiten Firmenvertreter eingeladen, die drei Programme Citavi, EndNote und Refworks in einer gemeinsamen Veranstaltung des Hauptprogramms vorzustellen (und dazu auch inhaltliche Vorgaben gemacht, damit dies keine Werbeveranstaltung wurde). Die Idee, dass man die drei Produkte direkt vergleichen konnte, hat diesmal ganz gut funktioniert, dennoch soll es natürlich nicht zur Regel werden, dass sich Firmen im Hauptprogramm präsentieren können.

Das neue Veranstaltungselement „5-Minutenvorträge“ ist mit 5 Beiträgen nach ersten Rückmeldungen sehr gut bei den Teilnehmern angekommen. Wir werden diesen belebenden Programmteil (vielleicht mit kleinen Veränderungen) im nächsten Jahr sicherlich wiederfinden. Auch die zeitliche Ausdehnung der Treffpunkte hat sich wohl bewährt (dagegen sollten wir über die zeitliche Parallelität aller Treffpunkte vielleicht noch einmal nachdenken). Es stand den Teilnehmern auf diese Weise ausreichend Zeit zur Verfügung, die gewünschten Themen wirklich in aller Breite und Tiefe zu besprechen. In der Natur von Diskussionsveranstaltungen liegt es, dass dabei nicht immer große Lösungen und Königswege gefunden werden können. Aber die Teilnehmer konnten viele Denkanstöße und Einblicke für die eigene Arbeit mitnehmen. Und vielleicht hat man im Sinne der Netzwerkbildung auch den einen oder anderen Ansprechpartner für künftige Fragestellungen hinzugewonnen. In der Postersession konnten diesmal 4 Beiträge zu aktuellen Projekten einzelner Standorte präsentiert werden. Vielen Dank an alle, die einen inhaltlichen Beitrag zum Programm geleistet haben. Es wäre wünschenswert, dass sich bei zukünftigen Tagungen noch mehr Teilnehmer mit Themenvorschlägen für Treffpunkte, 5-Minutenvorträgen und Postern beteiligen. Nur unter Mitwirkung vieler können wir die Tagung auch in Zukunft so lebendig und inhaltlich vielfältig gestalten, wie wir es schätzen und gewohnt sind (oder vielleicht gerne haben möchten).

Ein interessantes Phänomen ist, dass zunehmend mehr Teilnehmer erst am Dienstag anreisen. Erklärungen für diese Entwicklung zu finden, wäre für künftige Tagungsplanungen sicher sehr interessant. Positiv zu vermelden ist auch, dass sich wieder Firmen in großer Zahl mit Ständen, Product Reviews und Sponsoring beteiligt haben. Dafür ein herzliches Dankeschön, denn ohne diese Beteiligung wäre die Tagung in heutiger Form nicht möglich, ganz von den wichtigen Informationsmöglichkeiten über neue Produkte abgesehen.

Iris Reimann und Sonja Fräntz als neues Ortskomitee haben uns zur nächsten Jahrestagung an die Hochschulbibliothek der RWTH Aachen vom 24. bis 26. September 2012 eingeladen. Für 2013 zeichnet sich die Medizinische Bibliothek der Charité – Universitätsmedizin Berlin – als Tagungsort ab. Wir freuen uns auf beide Tagungsorte und rufen alle Mitglieder auf, sich zu überlegen, auch einmal die Tagung auszurichten. Der Vorstand hofft auf Ihre Rückmeldungen.

Auf der Mitgliederversammlung im Rahmen der Tagung standen dieses Mal Wahlen zu Vorstand und Arbeitskreisleitungen an. Nicht mehr zur Wahl standen Diana Klein (Vorsitzende), Anna Schlosser (2. Stellvertreterin der Vorsitzenden) und Anja Kaiser (Schriftführerin). Allen drei Kolleginnen danken wir noch einmal sehr herzlich für den zum Teil jahrelangen tatkräftigen, unermüdlichen und ideenreichen Einsatz im Vorstand der AGMB! Mit neuem vereinfachtem Wahlverfahren, das sich ausdrücklich bewährt hat, wurde der Vorstand für die Amtszeit 2011–2013 gewählt. Er setzt sich wie folgt zusammen:

  • Vorsitzender: Dr. Eike Hentschel, Kiel
  • 1. Stellvertreter des Vorsitzenden: Dr. Stefanus Schweizer, Mainz
  • 2. Stellvertreter des Vorsitzenden: Alexander Messerschmid, Haar
  • Schatzmeisterin: Christa Giese, Stuttgart
  • Schriftführerin: Manuela Schulz, Mannheim

Als Leiterinnen und Leiter der Arbeitskreise wurden (wieder)gewählt:

  • AK Krankenhausbibliotheken: Dagmar Nentwig, Fulda
  • AK Medizinbibliotheken an Hochschulen: Oliver Weiner, Kiel
  • AK Pharmabibliotheken: Dr. Marianne Gretz, Mannheim
  • AK Österreichische Medizinbibliothekarinnen und -bibliothekare (keine Wahlen auf der Jahrestagung): Bruno Bauer, Wien

Der neue Vorstand wird sich zur ersten Sitzung Ende November in Aachen treffen. Geplant ist, darüber zu sprechen, wie sich die Vorstandsarbeit künftig gestalten wird und ob sich neue (ggf. zusätzliche) Arbeitsschwerpunkte und Aufgabenfelder entwickeln lassen. Außerdem treffen sich Vorstand und Ortskomitee, um die Tagungsstätten für das kommende Jahr zu besichtigen und mit der Festlegung von Zeitplänen und Aufgabenverteilungen den Startschuss für die Tagungsvorbereitung zu geben.

Ein Verein wie die AGMB lebt von der breiten aktiven Mitwirkung seiner Mitglieder. Der neue Vorstand würde sich freuen, wenn sich möglichst viele Mitglieder in „ihre“ AGMB einbringen und hofft auf Ihre Ideen und Beiträge in den kommenden zwei Jahren.

Eike Hentschel
für den Vorstand der AGMB