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GMS Medizin — Bibliothek — Information.

Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB)

ISSN 1865-066X

Die Bibliothek der Veterinärmedizinischen Universität Wien

The library of the Veterinary University Vienna

Fachbeitrag

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  • corresponding author Doris Reinitzer - Universitätsbibliothek, Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna), Wien, Österreich External link

GMS Med Bibl Inf 2011;11(1-2):Doc10

DOI: 10.3205/mbi000225, URN: urn:nbn:de:0183-mbi0002257

Published: September 14, 2011

© 2011 Reinitzer.
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Zusammenfassung

Die Universitätsbibliothek der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der einzigen Ausbildungsstätte in Österreich, an der das Fach Veterinärmedizin studiert werden kann, betreibt die Sammelschwerpunkte veterinärmedizinische Literatur und Literatur aus verschiedenen Bereichen der medizinischen Grundlagenforschung. Die Veterinärmedizinische Universität Wien, gegründet 1765, ist eine der ältesten tierärztlichen Hochschulen der Welt. Im Jahr 1777 wurde die Bibliothek mit einer Büchersammlung errichtet. Der Artikel gibt einen kurzen Überblick über die Einrichtungen der Bibliothek, die Dienstleistungen und die Schulungen. Die Bedeutung der elektronischen Medien in der Bibliothek führt zu einem ständigen Ausbau der elektronischen Angebote. In jüngster Zeit hat die Bibliothek Primo implementiert um verschiedene elektronische Ressourcen, wie unseren traditionellen Katalog und unsere Datenbanken in einem System zu kombinieren.

Schlüsselwörter: Universitätsbibliothek der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Vetmeduni Wien Bibliothek, Veterinärmedizinische Bibliothek

Abstract

The Library of Austria's only veterinary school serves as a specialized referral center for applied veterinary science and in several areas of basic medical research. Established in 1765, the Veterinary University Vienna is one of the oldest veterinary universities in the world and the library collection dates back to 1777. This paper provides you with a brief overview of the facilities, the services and support that are available to our users. With the influx of electronic resources the library is rapidly changing and we move our collection to an electronic environment. The library recently implemented Primo to combine various electronic resources in one system. We included not only our traditional catalog, but our databases and other electronic resources.

Keywords: Veterinary University Vienna library, Vetmeduni Vienna library, veterinary medical library


Die Bibliothek der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Einführung

Die Veterinärmedizinische Universität Wien ist die einzige Ausbildungsstätte in Österreich, an der Veterinärmedizin studiert werden kann. Auf einem weitläufigen Campus mit 15 ha Fläche sind in 47 Gebäuden Kliniken, Forschungsinstitute, Festsaal, Reithalle, Stallungen und die Universitätsbibliothek untergebracht. Als einzige Bibliothek in Österreich sammelt die Bibliothek der Vetmeduni systematisch veterinärmedizinische Literatur. Weitere Sammelschwerpunkte sind gemäß den Profillinien auch Biomedizin und Biotechnologie, zwei weitere Fächer aus dem Studienangebot der Universität. Gemäß einem Motto der Universität, „from the stable to the table”, also die Verantwortung für Lebensmittel tierischer Herkunft von der Produktion beim Bauern bis zum Tisch des Konsumenten, ist ein weiterer Sammelschwerpunkt der Bereich Lebensmittelsicherheit. Verstärkt werden hier auch den Menschen betreffende Wissensgebiete erforscht. Neben der Literaturversorgung von 2.300 Studierenden und mehr als 1.000 MitarbeiterInnen an Campus und Tierspital betreut die Universitätsbibliothek auch niedergelassene Tierärzte in Österreich sowie auch externe LeserInnen.

Geschichte der Bibliothek

Die Veterinärmedizinische Universität Wien wurde 1765 unter Kaiserin Maria Theresia gegründet und zählt damit zu den ältesten Veterinärschulen der Welt. Die Bibliothek geht auf eine Büchersammlung von Gottlieb Wolstein (1738–1820) zurück, der von Josef II. beauftragt wurde, sich in anderen Ländern den human- und veterinärmedizinischen Standard anzusehen und Bücher zu kaufen. 1777 wurde das „Kayserlich-Königliche Thierspital“ eröffnet und Wolstein zum Direktor berufen. Noch im selben Jahr wurde auch eine Bibliothek an der Anstalt eingerichtet, die ca. 500 Bände umfasste, meist hippologische Werke, welche Wolstein in Frankreich und England angekauft hatte. 1823 wurde die Bibliothek in einem neuerrichteten Hauptgebäude in einem Saal untergebracht. Aus dem Jahr 1827 gibt es Dokumente mit dem Hinweis, dass zum Ankauf von Büchern schon ein bestimmter Betrag vorgesehen war. Es wurde auch bestimmt, dass die reinen Einnahmen aus dem Hufbeschlag kapitalisiert werden und die anfallenden Zinsen unter anderem zur Erhaltung der Bibliothek verwendet werden sollen. Diese Bestimmung blieb bis 1857 in Geltung und ab 1858 gab es eine feste Jahresdotation zur Erhaltung und Erweiterung. Zu dieser Zeit durften die Schüler jeden Samstag die Bibliothek benutzen, wobei ihnen allerdings nur die ihrem Studium angemessenen Bücher ausgehändigt wurden. Ab 1876 erfolgte die Erschließung durch einen Autoren- und Sachkatalog und die Neuaufstellung der über 9.000 Bände nach Numerus currens. Die Studierenden konnten den Lesesaal benützen als 1908 ein Bibliotheksdiener und 10 Jahre später auch ein zweiter Bibliotheksdiener angestellt wurden. 1919 wurde die Schule dem Unterrichtsministerium unterstellt und öffentlich zugänglich. Zum ersten Direktor der Bibliothek wurde der bisherige Oberbibliothekar der Technischen Hochschule in Wien, Dr. J. Lenarcic bestellt. In den dreißiger Jahren, unter der Leitung von Direktor Troll-Obergfell wurde ein Periodika- und Dissertationskatalog erstellt und der Zuwachs der Bibliothek beträchtlich erhöht.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Bestand rechtzeitig ausgelagert, so dass der wertvolle Zeitschriften- und Buchbestand den Krieg ohne nennenswerte Verluste überstand.

Die Untersuchung der Geschichte der Veterinärmedizinischen Universität Wien und auch der Bibliothek während des Dritten Reiches wurde bisher stets vernachlässigt. Die Provenienzforschung der Bibliothek steht noch ganz am Anfang und wurde 2011 in Angriff genommen.

1975 tritt das Universitätsorganisationsgesetz in Kraft, die Tierärztliche Hochschule wird zur Universität und die Bibliothek Universitätsbibliothek. Unter der Direktion von Dr. Günter Olensky (Direktor von 1981–2009) beginnt der Weg ins digitale Zeitalter. Er war auch maßgeblich am Bibliotheksneubau beteiligt. Dr. Olensky kann man deshalb durchaus als Begründer der heutigen Bibliothek bezeichnen.

Im Jahr 1995 erfolgte die Übersiedlung auf den neuen Standort in den 21.Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf. Die Bibliothek beschäftigt heute 15 MitarbeiterInnen, der Bestand ist auf über 200.000 Bände angewachsen.

Das Bibliotheksgebäude

Begleiten Sie mich auf einem Rundgang durch die Bibliothek. Auf unserer Homepage können Sie dazu einen virtuellen Rundgang anklicken. Das Bibliotheksgebäude ist von der Grundfläche her ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 36 m, 3 Geschossen und einer Nettonutzfläche von 2.600 Quadratmetern.

Im Erdgeschoss befinden sich die Entlehnung und ein Informationsschalter, die von 8.30 bis 17.00 Uhr durchgehend besetzt sind. Während der weiteren Öffnungszeit am Abend wird die Bibliothek derzeit durch Studierende der Universität beaufsichtigt. Ein Ausborgen von Büchern ist in dieser Zeit über einen Selbstverbucher möglich. Außerhalb unserer Öffnungszeiten können die Studierenden den Buchrückgabekasten vor dem Bibliotheksgebäude benutzen.

Kommt man in die Bibliothek fallen die hellen Holzregale, der grünliche Ton des Bodens und der Wände und die vielen Fensterfronten auf. An den Fensterfronten beider Geschosse sind 155 Leseplätze angeordnet. Zusätzliches Tageslicht kommt von einer zentralen Glaskuppel und einer Öffnung, wo der Blick sich über beide Stockwerke öffnet. Beide Ebenen sind als Freihandbereich gestaltet. Im Erdgeschoss sind die Monographien nach Fachgebieten aufgestellt. Da für das Fachgebiet Veterinärmedizin keine geeignete Systematik gefunden wurde, wurde eine eigene Aufstellungssystematik für unsere Bibliothek entwickelt, welche auch im Verbundkatalog verzeichnet und suchbar ist. Die Lehrbuchsammlung ist nach Studienabschnitten gegliedert und die dort aufgestellten Bücher zählen zu den am häufigsten entliehenen Medien. Die Zeitschriften sind im Oberstock aufgestellt, die gebundenen Jahrgänge nach Signatur, die Hefte des laufenden Jahrganges sind alphabetisch in eigenen Zeitschriftenregalen mit abgeschrägten Fachböden aufgelegt.

In der Mitte des Gebäudes befindet sich eine Wendeltreppe die bis auf die Dachterrasse führt.

Unser Dachgarten ist bei den Studierenden besonders beliebt. Unter einer Pergola kann man im Freien lernen oder die Aussicht auf den Teich des Universitätsgeländes genießen (Abbildung 1 [Abb. 1]).

Ebenfalls sehr beliebt und immer ausgebucht sind die Lernräume, in denen die Studierenden in Gruppen arbeiten können. Es gibt zudem noch einen Medienraum in dem Videos und DVDs abgespielt werden können. Zur weiteren technischen Ausstattung gehören Kopierer, ein Buchscanner und ein Microfiche-Readerprinter. Fünfzehn PC-Arbeitsplätze mit Internetanschluss stehen zum Recherchieren zur Verfügung. Diese Anzahl an internetfähigen PC-Plätzen ist derzeit ausreichend, da für die steigende Anzahl der Nutzer, die ihren eigenen Laptop mitbringen, im gesamten Bibliotheksgebäude ein Internetzugang über WLAN möglich ist. Gaststudenten können über eduroam die WLAN-Infrastruktur der Universität nutzen und im Internet surfen. Bei den meisten Leseplätzen sind auch Steckdosen vorhanden.

Neben dem Bestand im Hauptgebäude gibt es Bibliotheksbestände an den Kliniken und Instituten, insgesamt 45 verschiedene Standorte. Etliche Bestände werden gerade wegen Platzmangels an den Instituten wieder zurückgegeben und zum Teil wieder in den Hauptbestand eingegliedert.

An die Bibliothek ist das Archiv der Vetmeduni angeschlossen. Die Archivalien und der Bildbestand wurden in eine biographische Datenbank „Historisches Archiv von 1765 – 1945“ aufgenommen, die auf der Homepage recherchierbar ist.

Digitale Bibliothek

Die Universitätsbibliothek der Vetmeduni ist Teilnehmerin am Österreichischen Bibliothekenverbund. Seit 1990 wird für den gesamten Geschäftsgang ein elektronisches Bibliotheksverwaltungssystem verwendet, zuerst Bibos, und seit 1999 Aleph 500. Im Onlinekatalog der Vetmeduni sind derzeit alle Neuzugänge ab 1990 erfasst. Ältere Bestände sind zum Teil nur im Zettelkatalog erfasst, der digitalisiert wurde und online als Image-Katalog auf der Homepage zur Verfügung steht. Im konkreten Anlassfall wird jedes aus dem Magazin bestellte Buch sofort online im Bibliotheksverwaltungssystem erfasst, um entlehnt werden zu können.

Der elektronische Bestand an Zeitschriften und Datenbanken wird über die Kooperation E-Medien Österreich betrieben und erfasst. Derzeit nimmt die Bibliothek an neun Zeitschriften-Konsortien teil. In diesem Jahr wurde erstmals die Zeitschriftenplattform BioOne lizensiert. Die elektronischen Zeitschriften werden auf der Plattform der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) angeboten. Ein Verzeichnis sowie der Zugang zu den lizenzierten Datenbanken werden über das Datenbankinformationssystem (DBIS) den Nutzern zur Verfügung gestellt. Diese lizenzierten Datenbanken bietet die Bibliothek derzeit im Campusnetz an: CAB Abstracts, CAB Archive, FSTA, Biosis, Ovid Medline, Scopus und Web of Knowledge.

Der Zugang zu den von der Vetmeduni Bibliothek lizenzierten e-Medien ist für Angehörige und Studierende der Universität auch von außerhalb des Campus über einen externen VPN–Zugang möglich.

Die Bestände der Universitätsbibliothek sucht man am besten über das neue Suchportal, dem wir den Namen vetmed:seeker gegeben haben. Dahinter verbirgt sich das Produkt Primo der Firma Exlibris, eine Discovery & Delivery Suchmaschine, die unseren bisherigen OPAC schrittweise ersetzt und erweitert. Diese Suchmaschine ermöglicht rasches und einfaches Recherchieren nach Literatur sowohl in den Datenbanken, dem Online-Katalog und eDOC als auch in SFX- und der MetaLIB-Knowledgebase. Darüber hinaus können auch weitere Suchmöglichkeiten wie z.B. Google Books, genutzt werden. Für lizenzierte Zeitschriften gibt es einen direkten Link zum Verlag bzw. zum Volltext und zu einer Vielzahl weiterer Angebote der Bibliothek. Als nächstes Projekt bereiten wir gerade den Betrieb von Primo Central vor, wodurch die Suche in Primo um Millionen bibliographischer Datensätze, vorwiegend Nachweise von Zeitschriftenaufsätzen der großen Anbieter wie Web of Science, Elsevier, Wiley-Blackwell, Springer etc., erweitert wird.

Durch die Teilnahme am Projekt „eDOC“ der Österreichischen Bibliothekenverbund GmbH (OBVSG) kann der Verbundkatalog mit elektronischen Objekten angereichert werden. Die Anreicherung mit recherchierbaren Inhaltsverzeichnissen der naturwissenschaftlichen Bücher ist eine wesentliche Verbesserung der Suche im Katalog und ergänzt die inhaltliche Erschließung mit Schlagwörtern. Unter Nutzung der eDOC-Infrastruktur werden die Dissertationen der Vetmeduni ab dem Erscheinungsjahr 2008 digitalisiert und, im Volltext suchbar, online über den Katalog zur Verfügung gestellt.

Forschungsdokumentation VETDOC

Seit 1984 hat die Bibliothek jährlich eine Bibliographie der wissenschaftlichen Arbeiten der Veterinärmedizinischen Universität Wien erstellt und als „Liste der wissenschaftlichen Publikationen“ herausgegeben, die ab 1999 auf der Homepage online gestellt wurde. Seit 2001 wird von der Vetmeduni Wien ein Online-Forschungsinformationssystem – „Vetdoc“ – verwendet. Die Bibliothek übernimmt die redaktionelle Bearbeitung, Ergänzung von bibliographischen Angaben, Hilfestellung bei Eingabe und auch die Bewertung der wissenschaftlichen Publikationen mit Hilfe des „Journal Citation Reports“. Auf Basis dieser Bewertungen wird eine Zuwendung von Budgetmitteln in Form eines „Publikationsbonus“ für die Institute und Kliniken errechnet. Die Bibliothek führt auch Zitationsanalysen im Auftrag der Universität durch.

Schulungen und Öffentlichkeitsarbeit

Auch die Vermittlung von Informationskompetenz hat in der Bibliothek Tradition und ist mit Lehrveranstaltungen im Curriculum eingebunden. Das Wahlfach „Einführung in die Literatursuche“ wendet sich vor allem an Dissertanten. Seit der Einführung von Diplomarbeiten und Hausarbeiten steigt auch die Anzahl von Studierenden, die umfangreiche Recherchen für ihre Abschlussarbeiten durchführen. 2003 wurde die Pflichtlehrveranstaltung „Wissenschaftliche Literatur – Basis der Information“ im 2. Semester, die stetig weiterentwickelt wird, eingeführt. Inhalt sind Katalog und Benützung der Bibliothek, aber auch erste Recherchen in Fachdatenbanken und die Bedeutung von und der Umgang mit STM Fachzeitschriften. So wird von Beginn des Studiums an auf die Bedeutung von Publizieren und Zitieranalysen für die universitäre Forschung hingewiesen. Die Unterlagen der Lehrveranstaltungen werden über die E–Learning Plattform „Vetucation“ angeboten.

Auch die Prüfung können die Studierenden online über „Vetucation“ absolvieren. Das System teilt jedem Studierenden nach Zufallsprinzip einen individuellen Fragebogen zu, der über drei Wochen beliebig aufgerufen und bearbeitet werden kann. Das Stellen praktischer Aufgaben, wie z.B. die Suche eines bestimmten Buches im Verbundkatalog, der Standort einer Zeitschrift oder das Finden und anschließend richtige Zitieren eines Onlineartikels, ist dadurch möglich.

Neben Schulungen führt die Universitätsbibliothek auch Auftragsrecherchen durch. Diese Dienstleistung hat sich aus der Informationsvermittlungsstelle (IVetS) entwickelt. Kunden sind Tierärztinnen und Tierärzte, Gutachter, Firmen und Privatpersonen, die individuell und umfassend betreut werden. Die gefundenen Artikel können meist gleich über unsere Fernleihe geliefert werden.

Tradition haben unsere „Erstsemestrigen-Führungen“ am Anfang des Wintersemesters und Führungen im Rahmen der Bibliotheksausbildung. Weitere Führungen werden nach Bedarf durchgeführt.

Alle zwei Jahre organisieren die Vetmeduni Wien und die Bibliothek einen „Tag der offenen Tür“ für die interessierte Öffentlichkeit. Bei dieser Veranstaltung entdecken viele Besucher, dass wir auch eine öffentliche Bibliothek sind und lösen einen externen Nutzerausweis. Viele Bücher und Zeitschriften der Universitätsbibliothek über Heimtiere, Reitsport, Aquaristik, Tierschutz etc. werden auch gerne von Nichttierärzten gelesen.

Wichtig für die öffentliche Präsentation sind auch die Vitrinen der Bibliothek. In der Vitrine beim Entlehnschalter werden laufend ausgewählte Neuerwerbungen ausgestellt. Die Vitrinen im Lesesaal werden hingegen zu unterschiedlichen Themen mehrmals im Jahr neu gestaltet und bieten neben Büchern auch zusätzliche Informationen. Eine Onlineliste der monatlichen Neuerwerbungen findet sich auf der Homepage, wo auch immer wieder ausgewählte Bücher oder neue Medien vorgestellt und beworben werden.

Der derzeitige Schwerpunkt in der Entwicklung der Bibliothek ist der Ausbau zu einer „Digitalen Bibliothek“. Unabhängig davon ist die stetige Intensivierung des direkten Kontaktes zu unseren Studierenden und Benützern Ziel der Bibliotheksarbeit. Unsere Vermittlung von Informationskompetenz trägt dazu bei, Forschung und Lehre auf dem neuesten Stand zu halten und den hohen Anforderungen auch in der Zukunft zu entsprechen.

Kennzahlen der Universitätsbibliothek der Veterinärmedizinischen Universität Wien

  • Studierende: 2.344
  • Wissenschaftliches Personal: 605
  • MitarbeiterInnen der UB: 15
  • Öffnungsstunden/Woche: 68
  • Bände gesamt: 215.939
  • Print Zeitschriften: 811
  • Jahreszuwachs: 3.696
  • Ausleihen: 29.640
  • Ausgaben Medienerwerb: 977.152

Anmerkung

Interessenkonflikt

Die Autorin erklärt, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.


Literatur

1.
Reinitzer D. Die Bedeutung der Bibliothek bei der Informationsvermittlung in der Veterinärmedizin und biologischen Grundlagenforschung [bibliothekarische Hausarbeit]. Wien: ÖNB; 1995.
2.
Reinitzer D. Veterinary medical library services in Austria. In: Bakker S, ed. Health information management: what strategies? European Association for Health Information and Libraries: proceedings of the 5th European Conference of Medical and Health Libraries, Coimbra. Kluwer Acad. Publ.; 1996. p. 103-5.
3.
Olensky G, Stein S. Die neue Universitätsbibliothek der Veterinärmedizinischen Universität Wien. ABI-Technik. 1997;17(1):19-26.
4.
Reinitzer D. Solving the information needs of veterinarians in Austria. In: Bakker S, ed. Libraries without limit: changing needs–- changing roles. European Association for Health Information and Libraries: proceedings of the 6th European Conference of Medical and Health Libraries, Utrecht. Kluwer Acad. Publ.; 1998. p. 142-4.
5.
Olensky G. Die neue Universitätsbibliothek der Veterinärmedizinischen Universität. Med Bibl Inf. 2001;1(1):8-9,19. Available from: http://www.agmb.de/mbi/2001_1/8-9.pdf External link
6.
Gumpenberger C. "Orientierung leicht gemacht" – Der neue Virtuelle Rundgang unserer Universitätsbibliothek. Uni Vet Wien Report. 2002;4:7-8.
7.
Olensky G, Huemer H. Forschungsdokumentation an der Veterinärmedizinischen Universität Wien – 22 Jahre aktive Bibliotheksbeteiligung. Med Bibl Inf. 2005; 5(3):18-21. Available from: http://www.agmb.de/mbi/2005_3/olensky18-21.pdf External link
8.
Reinitzer D. Verleihung des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich an Bibliotheksdirektor HR Dr. Günter Olensky. VÖB-Mitteilungen. 2009;62(4):68-74.