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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Grisel-Syndrom nach Anthelixplastik

Poster

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  • corresponding author Florian Durst - HNO-Klinik, Klinikum rechts der Isar der TU München, München
  • Rainer Staudenmaier - HNO-Klinik, Klinikum rechts der Isar der TU München, München
  • Anja Pickhard - HNO-Klinik, Klinikum rechts der Isar der TU München, München

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2011;7:Doc50

DOI: 10.3205/cpo000639, URN: urn:nbn:de:0183-cpo0006392

Published: April 14, 2011

© 2011 Durst et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Das Grisel-Syndrom ist als Komplikation nach HNO-Eingriffen seit längerem bekannt, wobei es nur sehr selten beobachtet werden kann. Allerdings wird es häufig als eine fortgeleitete Entzündung aus dem pharyngealen Raum nach Tonsillektomie oder Adenotomie beschrieben. Wir demonstrieren im Folgenden einen Fall bei dem nach einer Anthelixplastik eine Subluxation im atlanto-axialen Gelenk auftrat.

Falldarstellung: Die 9-jährige Patientin wurde uns 3 Tage nach Durchführung einer Anthelixplastik mit stärksten Schmerzen sowie einem Schiefhals erneut vorgestellt. Laborchemisch konnten keine Anzeichen auf eine Entzündungsreaktion gefunden werden, auch die Wundverhältnisse waren reizlos. Im hierauf durchgeführten CT der Halswirbelsäule fand sich eine Subluxation im atlanto-axialen Gelenk. Nach Diagnosestellung konnte die Therapie der Reposition und anschließend die Versorgung mit einem Halo Extension für 2 Wochen erfolgen.

Zusammenfassung: Der sehr häufig beobachtete Schiefhals bei Kindern nach HNO Eingriffen auf Grund von Muskelverspannung oder Wundschmerz sollte bei therapierefaktärer Persistenz weiter diagnostisch abgeklärt werden. Falls sich eine atlanto-axiale Subluxation diagnostizieren lässt sollte angelehnt an die Fielding-Klassifikation eine stadiengerechte Therapie erfolgen, Die Prognose bei frühzeitiger Diagnosestellung und rascher Therapie ist sehr gut. Bei verspäteter oder falscher (konservativ physiotherapeutischer) Therapie kann es zu neurologischen Schäden bis hin zur Querschnittssymptomatik kommen.