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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Druckfestigkeit natürlicher und künstlicher Speichelsteine

Poster Speicheldrsen/Fazialis

  • corresponding author Robert Schatton - HNO-Klinik, HELIOS Klinikum Wuppertal, Wuppertal
  • Klaus Knop - Pharmazeutische Technologie, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf
  • Amal Alkosbi - HNO-Klinik, Helios Klinikum Wuppertal, Wuppertal
  • Hans-Georg Kempf - HNO-Klinik, Helios Klinikum Wuppertal, Wuppertal
  • Helmut Schatton - Institut für Hydrometallurgie, Lünen

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2011;7:Doc21

doi: 10.3205/cpo000610, urn:nbn:de:0183-cpo0006103

Published: April 14, 2011

© 2011 Schatton et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Künstliche Speichelsteine zeigen eine mit humanen Sialolithen vergleichbare Auflösungsgeschwindigkeit nach Chemolyse und Elektrolitholyse. Die mechanischen Eigenschaften humaner und künstlicher Speichelsteine sind weitgehend unbekannt. Ziel dieser Studie war eine vergleichende Druckfestigkeitsprüfung.

Methoden: Künstliche Speichelsteine wurden mittels Dragierverfahren aus Hydroxylapatit und Gelatine hergestellt. Eine Härtung der Steine erfolgte durch Lagerung in Formaldehyddampf (n=10, mittleres Gewicht 74±22 mg). Als Vergleichsgruppe dienten submandibuläre humane Speichelsteine (n=10, mittleres Gewicht 84±55 mg). Mit einem Tablettenbruchfestigkeitstester (Typ TBH 210, Fa. ERWEKA, Heusenstamm) wurde eine zerstörende Werkstoffprüfung durchgeführt.

Ergebnisse: Die Druckfestigkeit, Quotient aus Bruchlast und Querschnittsfläche der Sialolithen, betrug bei Submandibularissteinen im Mittel 1,6±0,6 N/mm². Künstliche Sialolithen wiesen eine mittlere Druckfestigkeit von 1,5±0,4 N/mm² auf (p=0,88).

Schlussfolgerung: Die in Anlehnung an ein etabliertes Nierensteinmodell (Bon(n)-Stones) entwickelten künstlichen Speichelsteine zeigen eine mit humanen Sialolithen vergleichbare Druckfestigkeit. Das vorgestellte Steinmodell kann zur Standardisierung von in-vitro Untersuchungen zu minimal invasiven Therapieverfahren der Sialolithiasis beitragen.