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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Laservibrometrische Ankopplungsuntersuchungen des FMTs im Felsenbein

Poster Otologie

  • corresponding author Tobias Strenger - HNO-Klinik und Poliklinik, Klinikum r. d. Isar, TU München, München
  • Frank Böhnke - HNO-Klinik und Poliklinik, Klinikum r. d. Isar, TU München, München
  • Martin Reitsberger - HNO-Klinik und Poliklinik, Klinikum r. d. Isar, TU München, München
  • Thomas Stark - HNO-Klinik und Poliklinik, Klinikum r. d. Isar, TU München, München

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2011;7:Doc08

doi: 10.3205/cpo000597, urn:nbn:de:0183-cpo0005972

Published: April 14, 2011

© 2011 Strenger et al.
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Zusammenfassung

Zielsetzung: Durch Messungen mit einem Laser-Doppler-Vibrometer (LDV) am Felsenbein des Menschen sollen die klassische Ankopplung des Floating Mass Transducers der Vibrant Soundbridge am langen Ambossschenkel mit der Ankopplung am runden Fenster hinsichtlich der Energieübertragung verglichen werden.

Material und Methoden: An fünf humanen „fresh frozen“ Felsenbeinen erfolgten zunächst jeweils eine Mastoidektomie und eine posteriore Tympanotomie. Jedes Felsenbein wurde nach dem amerikanischen Standard zur Testung implantierbarer Hörgeräte mit einer akustischen Anregung vermessen. Danach erfolgte die Implantation des FMTs der Vibrant Soundbridge am langen Ambossschenkel und später die Ankopplung am runden Fenster. Mittels eines LDV wurden die Schwingungen an der Stapesfußplatte gemessen und über eine Messkarte am PC ausgewertet.

Ergebnisse: Die Auslenkungsamplituden der Fußplatte bei der FMT-Anregung am runden Fenster waren für Frequenzen höher als 1 kHz um etwa 20 dB niedriger als bei der Ambossankopplung. Bei geringeren Frequenzen waren die Auslenkungsamplituden nochmals geringer.

Diskussion: Die Stapesauslenkungen bei der akustischen Anregung passen gut zu den in der Literatur veröffentlichten Daten. Ebenso der Kurvenverlauf der Transferfunktionen bei der FMT-Anregung am langen Ambossschenkel. Die Messungen im Felsenbeinmodell scheinen bei der Rundfensterankopplung nur bedingt geeignet, die Ergebnisse auf die in-vivo Implantation zu übertragen. Im Felsenbein fehlt die durch die Wundheilung gewünschte Verwachsung des FMTs in der Faszie mit der Rundfenstermembran. Das ledigliche „Auflegen“ des FMTs auf das runde Fenster reicht für eine suffiziente Energieübertragung über das gesamte Frequenzspektrum nicht aus.