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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Schwankungen im intracochleär gemessenen Schwellenprofil der elektrisch evozierten Summenaktionspotentiale bei Cochlea-Implantat-Patienten

Poster

  • corresponding author Lutz Gärtner - Medizinische Hochschule Hannover/Hörzentrum Hannover, Hannover
  • Andres Büchner - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Rolf-Dieter Battmer - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Thomas Lenarz - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2008;4:Doc40

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2008-4/cpo000398.shtml

Published: April 22, 2008

© 2008 Gärtner et al.
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Zusammenfassung

Zur Programmierung des Sprachprozessors eines mit einem Cochlea-Implantat versorgten Patienten werden im zunehmenden Maße die Schwellen der elektrisch evozierten Summenaktionspotentiale (ECAP) herangezogen. Die Firma Cochlear stellt mit AutoNRT ein recht zuverlässiges System zur automatischen Bestimmung der ECAP-Schwellen bereit. Allerdings treten gelegentlich Schwankungen in diesem Profil auf, die sich nicht im Profil der C(„comfort“)-Level widerspiegeln [1].

An der MHH werden die mit einem Nucleus RE24-CA „Freedom“-Implantat versorgten Patienten routinemäßig einer AutoNRT-Messung unterzogen. Gemessen wird über das gesamte Elektroden-Array (22 Elektroden). Die Schwankungen im ECAP-Profil werden näher untersucht. Es wird der Frage nachgegangen, ob diese durch so genannte T-Tails zu erklären sind, ob die Schwankungen zeitlich stabil bleiben oder es sich um Messungenauigkeiten handelt.

Zwei Klassen von zeitlichen Schwankungen können identifiziert werden: A) Das gesamte Profil verschiebt sich, B) Schwellwerte einzelner Elektroden ändern sich. In einem Fall steigen sowohl die mittlere ECAP-Schwelle als auch der C-Level innerhalb von 3 Monaten um mehr als 30CL. In einem anderen Fall verändert sich über 12 Monate ein einzelner Schwellwert um über 90CL, während der korrespondierende C-Wert sich um 20CL ändert.

T-Tail-Effekte konnten beobachtet werden, erklären jedoch nicht ausreichend die beobachteten Schwankungen im ECAP-Profil.


Literatur

1.
Gärtner L, Büchner A, Battmer RD, Lenarz T. Anpassung von Cochlea-Implantat-Patienten unter Anwendung eines automatischen Systems zur Aufzeichnung und Auswertung von elektrisch evozierten Summenaktionspotentialen. GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg. 2007;3:Doc71 (20070425). Verfügbar unter: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2007-3/cpo000336.shtml. External link