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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Therapie des Zenkerdivertikels - chirurgische Resektion versus endoskopische Schwellendurchtrennung

Poster

  • Daniel Braulke - Univ.-HNO-Klinik Marburg, Marburg
  • Andreas Sesterhenn - Univ.-HNO-Klinik, Marburg
  • Jochen Werner - Univ.-HNO-Klinik, Marburg
  • corresponding author Benedikt Folz - Univ.-HNO-Klinik, Marburg

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc150

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000254.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Braulke et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: Die chirurgische Therapie des Zenkerdivertikels durch einen externen Zugang galt lange Zeit als Therapie der Wahl. Seit Anfang der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts gewinnt die endoskopische Behandlung des Zenkerdivertikel zunehmend an Bedeutung. Hierbei setzen sich zunehmend Klammernahtgerät durch, da durch die Klammernaht die zuvor gesetzte Wunde sofort wieder verschlossen wird. Einer der größten Vorteile der endoluminalen Schwellendurchtrennung mit dem Klammernahtgerät beim Zenkerdivertikel ist die Möglichkeit des frühen Kostaufbaus.

Methoden: Die folgende Untersuchung wurde durchgeführt, um den derzeitigen Stand der Therapie des Zenkerdivertikels an einer Gruppe von 33 Patienten zu analysieren. Es wurden 12 Frauen und 21 Männer behandelt. Es wurden 17 Patienten mit dem Laser behandelt und 14 Patienten mit dem Klammernahtgerät. In 6 Fällen konnte die Schwellendurchtrennung mit dem Klammernahtgerät nicht durchgeführt werden, da die Schwelle zu breit bzw. zu kurzstreckig war. In 4 Fällen konnte die Schwelle jedoch mit dem CO2-Laser durchtrennt werden. In 2 Fällen war die endoskopische Therapie nicht möglich, da in einem Fall der Divertikelsack zu groß war in einem anderen Fall auf Grund eine HWS-Leidens die Divertikelschwelle nicht suffizient einstellbar war.

Schlussfolgerung: In über 90% der Fälle ist eine endoskopische Therapie des Zenkerdivertikels möglich. In 6% der Fälle musste eine Resektion von außen durchgeführt werden, was erweist, dass diese Technik weiterhin beherrscht werden muss.