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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Histomorphologische Untersuchung der Verteilung von lymphatischem Gewebe im Mittelohr und der Tuba Eustachii bei verschiedenen Lumeninhalten

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  • corresponding author Anna Marie Paul - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
  • Rudolf Leuwer - Klinikum Krefeld, Krefeld
  • Marcos Sanchez-Hanke - HNO-Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, Hamburg

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2006;2:Doc059

The electronic version of this article is the complete one and can be found online at: http://www.egms.de/en/journals/cpo/2006-2/cpo000163.shtml

Published: April 24, 2006

© 2006 Paul et al.
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Zusammenfassung

Einleitung: MALT (mucosa associated lymphoid tissue) wird als lymphatische Struktur beschrieben, die sich auch im Mittelohr findet und hier eine Aktivierung des lymphatischen Systems mit entzündlichen Reizen ausdrückt.

Diese Untersuchung beschreibt die Verteilung dieses lymphatischen Gewebes in Form von Follikeln bei serösen, eitrigen oder mukösen Ergüssen des Mittelohres und der Tube.

Methoden: An 90 Felsenbeinen wurden der Lumeninhalt der Tube und des Mittelohres sowie subepitheliale Infiltrationen in Form von Follikeln, die dem MALT zugeordnet werden, untersucht.

Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass bei Ergüssen des Mittelohres und der Tube ein höherer Anteil der Fälle subepitheliale lymphatische Follikel in Pauke und Tube aufweist als bei ergusslosem Lumen. Ist das Lumen frei von Flüssigkeit, finden sich in der Tube in 15,5% und im Mittelohr in 1,9% der Fälle Follikel. Ist das Lumen teilweise von Flüssigkeit gefüllt, erhöhen sich diese Werte auf 37,9% (Tube) bzw. 15,7% (Mittelohr). Ist das Lumen vollständig ausgefüllt, kommen die Zielstrukturen in 40% bzw. 27,7% der Fälle vor.

Wurde ein seröser oder eitriger Erguss nachgewiesen, fanden sich in der Tube in 45,8 % (serös) bzw. 45,6% (eitrig) der Fälle Follikel. Konnte der jeweilige Erguss nicht beobachtet werden, sank dieser Anteil auf 16,7% bzw. 16,5%. Die entsprechenden Werte im Mittelohr lagen bei beiden Ergüssen bei 19% bzw. 4,6%. Bei Fällen mit mukösem Erguss kamen Follikel nicht in vermehrtem Maße vor.

Schlussfolgerung: Ist das Lumen der Tube und des Mittelohres teilweise oder vollständig mit Erguss gefüllt, ist die Wahrscheinlichkeit, hier Follikel zu finden, erhöht. Dies gilt umso mehr, wenn es sich bei dem Erguss um seröse oder eitrige Flüssigkeit handelt.